Hauptkommissar Dietmar Scholz vermittelt es in Hoya / Zu Gast beim SoVD

Vor allem Wissen schützt vor Einbrechern und Trickdieben

+
Die Vorsitzende des SoVD-Ortsverbands Hoya, Edeltraut Oehlschläger, begrüßte den Referenten Dietmar Scholz. Er hat bis 2012 die Polizeidienststelle Hoya geleitet und arbeitet nun für die Polizeiinspektion in Nienburg

Von Max BrinkmannDer durchschnittliche Einbrecher ist männlich, zwischen 18 und 40 Jahren alt, überwiegend deutscher Nationalität und hat keine Schusswaffe. Das berichtete Hauptkommissar Dietmar Scholz von der Nienburger Polizei am Donnerstag in Hoya. Er referierte auf Einladung des SoVD-Ortsverbands im „Lindenhof“ über Einbruch, Diebstahl und den Enkeltrick. Der Vortrag war auf Senioren zugeschnitten, weil diese ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis haben.

Zunächst ging Scholz auf die Verbrechen in Hoya ein. In den vergangenen Jahren gab es viele Fahrraddiebstähle, die Zahl der Wohnungseinbrüche ging hingegen zurück. Einbrüche sind meist so schnell vollendet, dass das Opfer keine Chance hat, die Tat überhaupt mitzubekommen. Der durchschnittliche Einbrecher ist innerhalb von fünf Minuten in die Wohnung ein- und wieder ausgestiegen. Meistens hebelt er ein Fenster auf.

Ein anderes Thema waren Trickdiebe, die an der Tür klingeln und sich als Versicherungsvertreter oder gar Polizisten ausgeben. „Lassen Sie diese Leute nie ins Haus!“, mahnte Hauptkommissar Dietmar Scholz mehrfach. Sofern eine Person nicht ganz vertrauenswürdig erscheint, sollte man sich unbedingt den Ausweis aushändigen lassen, ihn prüfen und gegebenenfalls die Polizei unter 110 rufen.

Bei Trickanrufen von angeblich verschollenen Enkeln sollte man hartnäckig bleiben und im Zweifelsfall unhöflich sein.

Auch auf der Straße lauern Diebe. „Dort versuchen Betrüger, Sie mit einfachen Fragen, wie ‚Wie spät ist es?‘ oder ‚Wo ist diese Straße?‘ abzulenken, um dann Ihr Portemonnaie oder Ihre Handtasche zu klauen“, sagte Dietmar Scholz und erinnerte daran, dass man im Fall der Fälle seine EC- und Kreditkarte durch Anruf bei der bundesweiten Notrufnummer 116116 sperren lassen kann.

Dietmar Scholz empfahl außerdem die Internetseite www.pfiffige-senioren.de. Weitere Infos gibt es auch auf www.polizei-beratung.de und persönlich von Dietmar Scholz unter Telefon 05021/ 9778108.

Mehr zum Thema:

Solidarität mit London von Berlin bis Washington

Solidarität mit London von Berlin bis Washington

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Stadt, Land, Fluss rund um Hameln

Stadt, Land, Fluss rund um Hameln

Mit Streetart-Touren die etwas andere Kunst entdecken

Mit Streetart-Touren die etwas andere Kunst entdecken

Meistgelesene Artikel

70-Jähriger in Nienburg vermisst

70-Jähriger in Nienburg vermisst

Weil andere ihre Haare dringender brauchen als sie

Weil andere ihre Haare dringender brauchen als sie

Zugverkehr zwischen Bremen und Hannover gestört 

Zugverkehr zwischen Bremen und Hannover gestört 

Chefarzt gibt an, sich nicht zu erinnern

Chefarzt gibt an, sich nicht zu erinnern

Kommentare