Nur „harter Kern“ im Naturfreibad

„Wir warten seit Mai auf den Sommer“

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Rosemarie Maluck besucht immer gern das Freibad in Eystrup, wenn sie in ihrer alten Heimat ist.

Eystrup - Unberührt liegt der Sandstrand da. Volleyballnetze sind gespannt und kleine Tore aufgebaut. Liegen und Sonnenschirme stehen bereit, und auf dem Wasser dümpeln zwei aufblasbare Schwimminseln mit Rutschen. Das Freibad Eystrup ist gerüstet für seine Gäste, um ihnen am Tag der offenen Tür ein paar schöne, vergnügliche Stunden im Wasser und an Land zu bescheren. Die Mitglieder des Schwimmvereins haben alles schmuck hergerichtet und auch dafür gesorgt, dass niemand zu hungern braucht. Der einzige, der am vergangenen Sonntag nicht so recht mitspielen will, ist Petrus. Zwar zeigt sich ab und zu die Sonne, doch besonders warm ist es nicht. Ein Problem, das die Mitglieder des Vereins nicht nur am Tag der offenen Tür beschäftigt.

„Seit dem 15. Mai warten wir auf den Sommer“, sagt Pressesprecherin Marieka Ludwig. Bisher komme nur der „harte Kern“ regelmäßig. An den wenigen heißen Tagen dieses Jahres hätten sie bis zu 200 Gäste gehabt. Immer noch wenig im Vergleich zu den Vorjahren, wo schon mal an einem Tag 1000 Besucher das Bad bevölkerten.

Dabei ist alles für einen Ansturm bereit: Man habe nun Rettungsschwimmer und auch einen Bademeister, der bei Bedarf Schwimmabzeichen bei den Kindern abnehme. Und die Qualität des Wassers ist ausgezeichnet.

Doch obwohl das Wetter nicht optimal für ausgelassenen Badespaß ist, lässt der „harte Kern“ auch am Tag der offenen Tür den Verein nicht im Stich. Und auch ein weiterer Gast wagt sich ins Wasser: Rosemarie Maluck ist in Eystrup geboren, lebt aber inzwischen im Südwesten Deutschlands. Jedes Jahr besucht sie ihre Schwester in Eystrup. Wenn es das Wetter einigermaßen zulässt, geht sie dann auch in das Freibad, das sie noch aus ihrer Jugend kennt und mit dem sie viele Erinnerungen verbindet.

„Seitdem hat sich viel getan“, sagt Maluck und schaut sich nachdenklich um. „Ich habe in diesem Bad mal Schwimmkurse gegeben, aber nun ist alles viel kinderfreundlicher geworden.“ Die Temperatur des Wassers sei etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man erstmal drinnen ist, sei es schön, meint Rosemarie Maluck und denkt darüber nach, vielleicht am Nachmittag noch einmal hinauszuschwimmen.

Mittlerweile sind auch einige andere Gäste eingetroffen. Ins Wasser zieht es sie nicht, aber dafür lassen sie sich zu einem kleinen Plausch an den Tischen nieder, während die Kinder über den Sandstrand toben. Einige Besucher schlendern über das Gelände und scheinen, genau wie Rosemarie Maluck, in Erinnerungen zu schwelgen. „War hier nicht mal ein Sprungturm?“, fragt ein Mann. „Das ist aber schon lange her“, erwidert ein anderer.

juk

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