„H&P Open Air“: „JUST“, „Orange Grove“ und „Godsized“ rocken Bürgerpark

Drei Bands – und alle ein Glücksgriff

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Die niederländische Band „Orange Grove“ heizte ihrem Hoyaer Publikum nach Kräften ein.

Hoya - Von Horst Friedrichs. Selten wurde Hoya so sehr umschwärmt und umjubelt wie am Samstagabend im Bürgerpark: Drei Bands spielten beim Benefiz-Konzert „H&P Open Air“ und ließen ihr Publikum unisono wissen, wie sehr sie sich darüber freuten, in der Grafenstadt auftreten zu dürfen. Allein dafür ernteten die Musiker lautstarken Beifall – noch mehr aber für ihren Sound, der aus dem lauschigen Park an dem lauen Sommerabend bis weit über die Weser hinausgetragen wurde.

Dass die Verantwortlichen vom Verein „Hafensänger & Puffmusiker“ (H&P) mit den drei Bands einen Glücksgriff getan hatten, stand schon vor dem Ende des musikalischen Teils gegen Mitternacht fest. Anschließend ging es zur After-Show-Party ins „Break Out“ in Asendorf, wo Musiker und Konzertbesucher sowie die freiwilligen Helfer des Benefizkonzerts den Abend gemeinsam ausklingen ließen – unter ihnen die Eystruper TSV-Mitglieder, die als Security kostenlos aushalfen.

Für den Auftakt kurz nach halb acht hatte zuvor „JUST“ gesorgt. Die vier Lokalmatadoren aus Hoya und Eystrup, die längst über den Kirchturm hinaus bekannt und beliebt sind, konnten bis dato nicht nur bei zahlreichen Auftritten, sondern auch in regionalen und überregionalen Wettbewerben überzeugen. Entsprechend stürmisch gefeiert wurden Hendrik Schumacher (Gitarre und Gesang), Julian Marz (Drums und Hintergrundgesang), Sebastian Mayer (Gitarre) und Janis Klettke (Bass) für ihr verbales Loblied auf den Veranstaltungsort und dann schon nach den ersten Akkorden.

Das Publikum im Bürgerpark der Grafenstadt hatte viel Spaß.

Ein Novum war der Abend für Veranstalter und Publikum gleichermaßen: „Wir mussten zum ersten Mal Eintritt nehmen“, sagte Mark Bröckel, einer der Verantwortlichen von H&P. „Aber wir haben schon im Vorfeld durch Veröffentlichungen darauf hingewiesen und auch erklärt, dass wir einen möglichst großen finanziellen Beitrag zur Anschaffung einer Rollstuhlschaukel für die Weserschule in Hoya leisten möchten.“ Dennoch, sagte der Organisator weiter, habe es an der Abendkasse einige Besucher gegeben, die über den Eintritt von neun Euro irritiert waren. Bröckel: „Als sie dann aber hörten, dass es für einen guten Zweck war, zeigten alle Verständnis.“ Nichtsdestoweniger stieg die Zahl der Besucher schon während der ersten beiden Stunden auf 250, und es ging ständig weiter bergauf.

Mayk Intemanns „Wacken-Wagen“ als Blickfang beim Open Air.

Alte Bekannte kamen als zweite Band auf die Bühne: Die niederländische Gruppe „Orange Grove“ heizte ihrem Publikum erneut mit einer Mischung aus Reggae und Rock ein. Schon im Oktober vergangenen Jahres hatten die fünf Musiker aus dem Nachbarland für einen guten Zweck in der Grafenstadt gespielt, und zwar bei einem Benefizkonzert, das Marco Bröckel privat für den Hospizverein „Dasein“ auf die Beine gestellt hatte. Entsprechend zelebrierte „Orange Grove“ das Wiedersehen mit Hoya. Zurzeit unternimmt die Band eine Tournee durch kleine Clubs an der Westküste der Vereinigten Staaten.

Hoya Open Air

Eine Premiere für Hoya gab es dann mit der Londoner Band „Godsized“ auf der Bühne im Bürgerpark. Die Wacken-erprobte Gruppe, die sich bereits als feste Größe in der internationalen Hardrock-Szene etabliert hat, hatte sich – wie berichtet – mit besonderem Einsatz für den Benefiz-Auftritt in Hoya engagiert. Obwohl zum ersten Mal in der Grafenstadt, zeigten sich die vier Musiker voller Enthusiasmus über ihren dortigen Auftritt.

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