Hamburger Schule sucht die Herausforderung und meistert sie auch in Hoya

Von Flensburg nach Oberstdorf – mit dem Fahrrad

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Ein Großteil der Schüler mit Lehrer Jan Dombrowski vor der Bootshalle des Wassersportvereins Hoya.

Hoya - Von Heide Wirtz-Naujoks. Eine Hamburger Schülergruppe der Stadtteilschule Winterhude ist derzeit im Rahmen eines außerschulischen Projekts mit ihren Fahrrädern quer durch Deutschland unterwegs und machte jetzt auch in Hoya Station.

Innerhalb von drei Wochen will die Gruppe aus 21 Mädchen und Jungen die 1 100 Kilometer lange Strecke von Flensburg und Oberstdorf im Allgäu per Pedal bewältigen. Begleitet und betreut wird sie von einem Lehrer und zwei angehenden Lehrerinnen.

Seit zehn Jahren bietet die Stadtteilschule Winterhude für Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 das Projekt „Herausforderungen“ an. Es wird in einer dreiwöchigen außerschulischen Unterrichtsphase umgesetzt. Dahinter steht ein pädagogisches Konzept zur Stärkung der persönlichen Entwicklung der Jugendlichen.

Bisher wurden unter anderem eine Alpenüberquerung zu Fuß, eine längere Bootswanderung oder größere Radtouren durchgeführt. In den drei Herausforderungswochen können die Schüler sich erproben, indem sie ihre persönlichen Kräfte und Grenzen ausloten. In der Gruppe sind sie aufeinander angewiesen und bewältigen die anstehenden Aufgaben und Anstrengungen gemeinsam. Rücksichtnahme und zwischenmenschlicher Respekt spielen dabei eine wichtige Rolle.

Start am 2. September

Die diesjährige Fahrradgruppe unter Leitung von Lehrer Jan Dombrowski startete ihr Vorhaben am 2. September. Das jeweilige Tagesziel steht nur in groben Zügen fest. Im Durchschnitt sollen pro Tag 60 Kilometer geradelt werden. Ihre Herberge suchen sich die Schüler spontan, finden sie keine, übernachten sie in den mitgeführten Zelten.

Die Schüler übernehmen dabei komplett die täglich erforderliche Organisation. Das gemeinsame Einkaufen, Kochen und Aufräumen schafft eine vertraute Atmosphäre und stärkt den Teamgeist, sagen sie.

Die erste Etappe von Flensburg im hohen Norden ausgehend führte die Gruppe über Husum an die Nordseeküste. Von Brunsbüttel ging es weiter mit der Elbfähre in Richtung Cuxhaven. Von dort an folgen sie dem Weserradweg nach Süden. Schon in den ersten Tagen mussten sie lernen Wind und Wetter zu trotzen, um ihr Ziel zu erreichen. Kleinere Fahrradreparaturen gehörten zu den Unwegsamkeiten.

Am fünften Abend erreichte die Gruppe Hoya. Rolf-Rüdiger Evers, Vorsitzender vom Wassersportverein Hoya, stellte kurzfristig eine Bootshalle am Hafen als Quartier zur Verfügung. Die Schüler verbrachten die Nacht neben Kajaks und Kanus.

Am nächsten Morgen brach die Gruppe zum grob gesteckten Tagesziel Petershagen auf. Spätestens am 23. September wollen sie Oberstdorf im Allgäu erreicht haben. Die Heimreise treten sie in der Bahn an.

Der Verlauf des Reiseprojekts kann im Internet verfolgt werden:

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