Jugendliche besichtigen Druckereimuseum in Hoya und Kreiszeitung in Syke

Gutenbergschüler auf Gutenbergs Spuren

Bei ihrem Besuch im Syker Hauptsitz der Kreiszeitung waren die Schüler durchaus beeindruckt. - Foto: Heinfried Husmann

Hoya/Syke - Erst das Druckereimuseum in Hoya, am Tag darauf die Druckerei der Kreiszeitung in Syke: Schüler der Gutenbergschule sahen am Mittwoch und Donnerstag, wie grundlegend anders als früher heute Zeitungen produziert werden.

Revolutionierte Johannes Gutenberg vor mehr als 500 Jahren mit der Erfindung der beweglichen Bleilettern die Verbreitung von Büchern und später der Zeitungen, so ist diese Technik inzwischen praktisch ausgestorben. Längst werden Zeitungen und Bücher mithilfe von Computern erstellt. Die Bleitechnik, bei der noch jeder Buchstabe einzeln mit der Hand oder erstmals ab 1880 mit einer Setzmaschine zu ganzen Worten und Artikeln zusammengestellt wird, findet man nur noch in Museen.

Auch der Druck erfolgt inzwischen nach anderen Verfahren, und die Größenordnungen haben sich erst recht geändert: Sahen die Gutenberg-Schüler im Hoyaer Museum noch, wie früher einzelne Papierblätter in die Druckmaschine gelegt werden, erlebten sie einen Tag später den Druck direkt auf eine Papierrolle.

„Boah, so lang ist die,“ staunten die Jungen und Mädchen, als sie im Papierlager der Kreiszeitung auf dem Etikett einer Rolle aus Russland die Zahl 25.768 lasen. Fast 26 Kilometer also – eine so lange Papierrolle hatte auch Gästeführer Gerd Rohlfs noch nicht gesehen. Üblicherweise sind die Rollen „nur“ etwa 22 Kilometer lang. Aber weil bei dieser einen Rolle das Quadratmetergewicht nur 44 Gramm betrug (üblich für Zeitungsdruck sind knapp über 50 Gramm), passt mehr Länge in den gleichen Rollen-Durchmesser.

Erstaunlich gut rieten die jungen Besucher, dass eine Rolle insgesamt weit mehr als eine Tonne wiegt. Voll daneben lagen sie allerdings beim Schätzen der Größe der zweiten Zeitungsrotation in Syke. Aber eine Druckmaschine, die weit über 40 Meter lang ist und sich über fünf Stockwerke aufreckt, sieht man eben nicht alle Tage. Die Mediengruppe Kreiszeitung druckt damit für den Springer-Verlag einen Teil der Bildzeitung.

Nicht nur dieses Wissen haben die Jungen und Mädchen der Gutenbergschule nun anderen voraus – sie hatten auch als erste vor allen anderen Lesern das Sonderheft „Schöne Ferien“ in der Hand, das an diesem Nachmittag gerade gedruckt wurde und gestern der Kreiszeitung beilag. - gr

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