Gebäude in Hoya von 150 Jahren errichtet / Heute saniert und zukunftsfähig

Grundschule feiert Jubiläum

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Das Baujahr ist in die im neugotischen Stil errichtete Fassade eingearbeitet.

Von Michael Wendt. Mit der Einweihung des heutigen Grundschulgebäudes begann vor 150 Jahren eine neue Schulära in Hoya. 1865 löste die „Rektorschule“ die bisher in der Stadt verteilten Knaben- und Mädchenschulen ab und wurde zur zentralen Schule im Ort. Heute, 150 Jahre später, nimmt die Grundschule das Gebäudejubiläum zum Anlass für ein Festjahr mit Aktionen für Kinder, Lehrer, Eltern, Förderer, Ehemalige und alle Interessierten.

„Wir sind stolz auf dieses Gebäude, das bei der Sanierung und Restaurierung 2013 zukunftsfähig gestaltet wurde“, sagt Grundschulleiterin Anne Wasner. Der denkmalgeschützte Bau steht heute architektonisch in deutlichem Kontrast zum vor zwei Jahren fertiggestellten Neubau auf dem hinteren Teil des Grundstücks an der Langen Straße. Und immer noch werden die Schüler darin unterrichtet. „Wir finden immer, dass sich die Kinder dort anders, gelassener bewegen – vielleicht ist das aber auch nur so ein Gefühl“, sagt Anne Wasner.

Das Gebäude von 1865 wurde nach den Plänen des Architekten Adelbert Theodor Hotzen (1830-1922) gebaut. Er ist in der Region bekannt durch seine Arbeiten an der Bücker Stiftskirche. Die Schule errichtete er nach dem Vorbild des hannoverschen Rathauses im neugotischen Stil.

Den Bau finanzierten der damalige Flecken und die Sparkasse Hoya. Die Kirche unterhielt das Gebäude, das auf dem Grundstück des ehemaligen Ritterguts derer von Emminga entstand.

Bei der umfassenden Sanierung 2012 und 2013 haben die Arbeiter unter anderem auch den Schlussstein der Maurer gefunden.

Zwar wurden 1865 in dem Gebäude erstmals Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet, wohl aber durch den Mittelgang getrennt. In einem alten Stundenplan finden sich Fächer wie biblische Geschichte, Lesen und Schreiben, Rechnen, weltkundlicher Unterricht und Singen. Wie sich Schule früher angefühlt haben könnte, erleben Interessierte am Tag des offenen Denkmals (13. September) bei einem nachgestellten Unterricht im Schulmuseum.

Aber nicht nur Hoyaer gingen früher in die Schule an der Langen Straße. Als weiterführende Schule hatte sie lange Zeit auch eine große Bedeutung für die Kinder aus dem Umland. Deshalb werden die benachbarten Schulen ebenfalls in den Jubiläumsfestakt am 10. Juli eingebunden.

27.6.: Musicalabend im Schlosshof mit Auftritt des Schulchors

10.7.: Festakt für geladene Gäste, abends Sommernachtsball für alle

13.9.: Schulführungen Unterricht im Schulmuseum

5.-9.10.: Projekttage „Alte Schule“ für alle Schüler

9.10.: Schulfest für alle

11.10.: Jubiläumsgottesdienst im Kulturzentrum

27.11.: Weihnachtstheater für alle Schüler, abends Feuerzangenbowle im alten Chemieraum

5./6.12.: Zwergenweihnacht und Abschied vom Jubiläumsjahr mit Weihnachtsgala für Schüler und Eltern

www.grundschule-hoya.de

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