600 Gäste bei Aktion des Musikzugs Hoya für an Leukämie erkranktes Mitglied

300 Menschen lassen sich neu typisieren

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Auch der an Leukämie erkrankte Dietmar Leymann besuchte die Veranstaltung.

Von Horst Friedrichs. Volksfeststimmung mit einem ernsten Hintergrund – dass das geht und dem beabsichtigten guten Zweck dient, bewiesen heute bis 17 Uhr viele hundert Menschen in Hoya. Durchgehend Hochbetrieb und ein ständiges Kommen und Gehen herrschten bei strahlendem Sonnenschein an der Kirchstraße. Dort, beim Vereinsheim des Musikzugs Hoya, gab es mit überwältigender Resonanz eine Typisierungsaktion für den an Leukämie erkrankten Dietmar Leymann.

Bei 300 Menschen, die sich haben typisieren lassen, und insgesamt 600 Gästen bedankte sich Dominic Dornbusch, Cheforganisator vom Musikzug der Grafenstadt Hoya, am späten Nachmittag auf Facebook.

Auch der Mann, um den es ging, nahm an dem Veranstaltungsprogramm teil: Dietmar Leymann, seit diesem Jahr an Leukämie erkrankt, benötigt dringend eine Stammzellen-Spende.

„Alle potenziellen Spender werden bundesweit in einem Zentralregister erfasst“, sagte Inga Goor aus Hannover, die zusammen mit ihrer Kollegin Melanie Fisch gestern im Auftrag des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Registers (NKR) an der Aktion des Musikzugs mitwirkte.

Auch die weiteren Vereine, in denen Dietmar Leymann Mitglied ist, beteiligten sich an der Aktion, die dazu beitragen soll, einen für ihn passenden Spender zu finden.

„Im zentralen bundesweiten Register werden die vorhandenen Spenderdaten ständig mit den Anfragen von Erkrankten verglichen“, sagte Inga Goor. „Sobald es eine Übereinstimmung gibt, nimmt das NKR Kontakt zu dem möglichen Spender auf. Dann können die lebensrettenden Maßnahmen für den betreffenden Erkrankten in Angriff genommen werden.“

Bevor das so weit ist, muss viel Kleinarbeit erledigt werden, und entsprechend viele helfende Hände sind vonnöten. Das zeigte sich auch heute im Hoyaer Musikzug-Vereinsheim, wo die Typisierungswilligen zunächst mit Formularen und dem erforderlichen „Handwerkszeug“ – nämlich Wattestäbchen für einen Abstrich von der Wangeninnenseite – versorgt wurden. Jeder erledigte den Abstrich selbst und meldete sich dann bei den Erfassern der persönlichen Daten. Danach stand deren Weiterleitung an das Zentralregister zusammen mit den Abstrichen nichts mehr im Weg.

Neben dem Musikzug selbst waren an der gestrigen Aktion das Schützencorps Hoya, der Hoyaer Bürgerverein erstes Viertel und der Schützenverein Schierholz/Heesen beteiligt. Einen fast nahtlosen Übergang gab es vom Kastanienfest des ersten Viertels, das am Vorabend auf dem Platz des gestrigen Veranstaltung gefeiert worden war.

Musikalische Mitwirkende waren der Fanfarenzug Steyerberg, der Spielmannszug Nienburg, der Spielmannszug Holtorf, die Feuerwehrkapelle Nendorf-Uchte und natürlich der gastgebende Musikzug Hoya.

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