Bücken und Schweringen erhalten „Harzwasser“

Zu frostig: Arbeiten an Trinkwasserleitung ruhen

Hoya - Von Michael Wendt. Die ersten 200 Meter der kürzlich installierten und mutwillig beschädigten Trinkwasserleitung von Hoya nach Bücken sind mittlerweile neu verlegt worden. Das teilt Rolf Walnsch als Technischer Betriebsleiter der Wasserversorgung Grafschaft Hoya mit. Wegen des Frosts ruhen die Arbeiten entlang der Landesstraße 351 derzeit jedoch.

Rückblick: Weil das alte Wasserrohr in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gebrochen war, hatte sich die Samtgemeinde als Eigentümerin der Wasserversorgung für eine Erneuerung entschieden. Parallel zum bestehenden Astbestzement-Rohr hatte die Hoyaer Firma RTH seit dem Herbst ein Rohr aus Polyethylen verlegt, in sogenannter geschlossener Bauweise: Ohne einen Schacht auf der kompletten Länge auszuheben, wurde es von einzelnen Schächten aus durch die Erde getrieben.

630 Meter müssen neu verlegt werden

Bei der abschließenden Druckprüfung stellte sich jedoch heraus, dass die Rohre vor der Verlegung angebohrt worden waren und deshalb auf einer Länge von 630 Metern neu verlegt werden müssen. Das geschieht nun in offener Bauweise, denn das beschädigte Rohr muss ausgegraben werden, weil ansonsten kein Platz für die Ersatzleitung wäre.

Die Wasserversorgung in Bücken und Schweringen ist durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt. Allerdings bezieht die Wasserversorgung Hoya wegen der beschädigten Leitung derzeit vermehrt Wasser der Harzwasserwerke. Deren Hauptleitung verläuft entlang der Bundesstraße 6. Bei Warpe gibt es einen Übergabepunkt in das Netz der Wasserversorgung Hoya, die Hilgermissen, Hoyerhagen, Hoya, Bücken und Schweringen versorgt. Warpe bekommt ständig „Harzwasser“, weil es unwirtschaftlich wäre, das in Hoya geförderte Wasser in die deutlich höher gelegene Gemeinde zu pumpen.

Derzeit erhalten wegen der beschädigten Hauptleitung zwischen Hoya und Bücken auch die Gemeinden Bücken und Schweringen Wasser der Harzwasserwerke. Es stammt größtenteils aus dem Wasserwerk in Liebenau. Die Leitung der Harzwasserwerke kommt zwar tatsächlich aus dem Harz und führt bis nach Bremen. Das eigentliche Harzwasser fließt aber schon auf dem ersten Teil der Strecke in die angeschlossenen Haushalte. Die Leitung nach Bremen wird dann unter anderem von den Wasserwerken in Neustadt, Liebenau und Syke neu befüllt.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa-avis

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