Friederike und Jonas Wiemann halten 120 Tiere und haben Hofladen eröffnet

Ziegenkäse made in Wienbergen

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Die Tiere von Friederike und Jonas Wiemann haben auf der Weide viel Auslauf, fressen außer Gras noch Heu und Getreide. Das Paar zog 2009 auf einen Hof in Wienbergen.

Wienbergen - Von Marion Thiermann. Das sieht man nicht mehr überall: Eine Herde Ziegen, die genüsslich auf der Wiese frisst, wiederkäuend im langen Gras liegt und sich die Sonne auf den Rücken scheinen lässt. In Wienbergen gibt es sie. Die weißen deutschen Edelziegen gehören Friederike und Jonas Wiemann, die einen Ziegenhof betreiben und seit Kurzem die Produkte aus der hofeigenen Käserei in einem Hofladen anbieten.

Die Tiere von Friederike und Jonas Wiemann haben auf der Weide viel Auslauf, fressen außer Gras noch Heu und Getreide. Das Paar zog 2009 auf einen Hof in Wienbergen.

Den Ziegenhof haben viele im Jahr 2011 kennengelernt, als er eine Station bei der Radtour „Hoya ist mobil“ war. In dem zugehörigen großen Stall springen Zicklein durch das Stroh oder dösen auf dem Podest, einem erhöhten Liege- und Ruheplatz, den Ziegen so lieben. Die Idee, einen eigenen Ziegenhof zu gründen, keimte schon vor fast zehn Jahren. Der gelernte Steinmetz Jonas Wiemann arbeitete 2007 auf einem Hof mit 120 Ziegen und im darauffolgenden Jahr in der Käserei des Hofs. Zudem absolvierte er eine Fortbildung beim „Verband für handwerkliche Milchverarbeitung“.

Seine Frau Friederike ist gelernte Schäferin und studierte „Ökolandbau und Vermarktung“ in Eberswalde (Brandenburg). 2009 zog das Paar auf den Hof in Wienbergen und kaufte einen Milchziegen-Bestand aus dem Raum Diepholz.

Wiemanns legen Wert auf artgerechte Haltung. Sie füttern und züchten nicht, um Hochleistung zu erzielen, sondern um gesunde, agile Tiere zu erhalten, sagen sie. Unter ihren Ziegen, die fünf bis sechs Jahre alt werden, laufen zwei Urgroßmütter mit einem stolzen Alter von acht und neun Jahren umher.

Zu fressen bekommen die Tiere Getreide, Heu und frisches Gras.

Die Lämmer werden mit der Flasche gefüttert, damit sie von klein auf an menschlichen Kontakt gewöhnt und nicht ängstlich sind. Deshalb stresse sie später das Melken ebenso wenig wie die Pflege, zum Beispiel das Klauenschneiden.

Die Tiere sind zutraulich. Besucher beschnuppern sie neugierig, und sie lassen sich streicheln.

Die Milch verarbeitet Jonas Wiemann in der hofeigenen Käserei. Daraus stellt er neben Joghurt, Quark, Frischkäse und Talern (ähnlich dem Mozzarella) auch Camembert her sowie vier bis sechs Wochen gereiften Schnittkäse. Alle Produkte gibt es in dem seit drei Wochen bestehendem Hofladen in Wienbergen 3 zu kaufen, freitags von 15-18 Uhr und samstags von 10-13 Uhr.

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