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„Freedom-Day“: So geht es mit den Testzentren in der Grafschaft Hoya weiter

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Von: Nala Harries

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Falls der Testbedarf in Bücken angesichts der Lockerungen sinken sollte, will das Team des ASN die Öffnungszeiten dementsprechend anpassen und gegebenenfalls auch wieder schließen.
Falls der Testbedarf in Bücken angesichts der Lockerungen sinken sollte, will das Team des ASN die Öffnungszeiten dementsprechend anpassen und gegebenenfalls auch wieder schließen. © nala harries

Bücken/Hoya – Bis zum „Freedom-Day“ am 20. März sollen weitestgehend alle Pandemie-Beschränkungen fallen. Doch wie geht es dann mit den Testzentren in der Grafschaft Hoya weiter?

Das langersehnte Ende der strengen Corona-Maßnahmen ist in greifbarer Nähe. Bis zum sogenannten „Freedom-Day“ am 20. März sollen Schritt für Schritt weitestgehend alle pandemiebedingten Beschränkungen aufgelöst werden. Seit vergangenen Freitag dürfen beispielsweise auch wieder Ungeimpfte mit einem offiziellen Testergebnis Restaurants besuchen oder in ein Hotel einchecken.

Am „Freedom-Day“ sollen alle weiteren tiefergehenden Maßnahmen fallen. Aber werden dann überhaupt noch Testnachweise benötigt oder machen die Zentren wieder dicht? Die Kreiszeitung hat beim Ambulance Service Nord (ASN) und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) nachgefragt. Beide bieten Testmöglichkeiten in der Samtgemeinde Hoya an.

„Bisher hat man den 20. März für die große Lockerung genannt, aber das sind noch zwei Wochen“, sagt der ASN-Vorsitzende Frank Hupe, der mit seinem Team die Teststelle in Bücken betreibt. Bis dahin könne noch viel passieren, wie bereits am rasanten Anstieg der Fallzahlen zu erkennen gewesen sei. „Es wäre schön, wenn die Zahlen jetzt auch so schnell wieder abnehmen würden“, meint er und fügt hinzu: „Auch wenn der 20. März bald vor der Tür steht, heißt es nicht, dass generell keine Tests mehr benötigt werden.“

Es seien bereits Lockerungen erfolgt. Seit dem 4. März würde wieder die 3G-Regel in Hotels und Restaurants greifen. Auch der Besuch von Diskotheken sei unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. „Hier sollte man jetzt besonders schauen, was diese Lockerungen für einen weiteren Bedarf an Testungen bedeuten“, lautet Hupes Einschätzung. Seiner Meinung nach würden auch nach dem „Freedom-Day“ sicherlich noch Testnachweise benötigt werden, da einige Betreiber weiterhin auf das 3G-Konzept setzten. „Und was ist mit Besuchen in Krankenhäuser und Pflegeheimen, in Stadien oder bei Konzerten?“, fragt der ASN-Vorsitzende. Niemand könne zudem genau sagen, ob die Region in vier Wochen vielleicht aufgrund hoher Fallzahlen nicht doch wieder eine Sonderregelung benötige. Er hält die Bezeichnung „Freedom-Day“ persönlich sowie für eher unpassend, „da wir zwar mit Einschränkungen leben müssen, aber ja kein Lockdown verhängt wurde.“

Die Teststelle in Bücken sei von vornherein nur eine Ergänzung des Angebotes im Bereich Hoya gewesen, betont er. Falls der Bedarf angesichts der Lockerungen sinke, wolle das Team die Öffnungszeiten dementsprechend anpassen „und gegebenenfalls auch wieder schließen“, kündigt er an. „Diesbezüglich werden wir uns aber mit der Samtgemeinde und dem ASB als Anbieter in Hoya abstimmen.“ Wenn sich etwas ändere, wolle man rechtzeitig über neue Öffnungszeiten und eventuelle Schließungen informieren.

Und was passiert, wenn die Fallzahlen im Herbst wieder steigen sollten? „Persönlich bin ich überzeugt davon, dass wir alle eine Menge in den vergangenen zwei Jahren gelernt haben. Deshalb hoffe ich sehr, dass das Virus im Herbst kein so leichtes Spiel hat“, sagt Frank Hupe. Das habe aber jeder selbst in der Hand. Man dürfe in den kommenden Sommermonaten nicht zu träge und nachlässig werden, meint er.

Egal was die nächsten Wochen oder der Herbst mit sich bringe, der Ambulance Service Nord versuche auch weiterhin, seinen Beitrag zur Unterstützung der Region zu leisten, betont der ASN-Chef. „Noch sind wir da, und werden sehen, wie es sich entwickelt.“

Auch der ASB, der in Hoya am Bahnhof ein Testzentrum betreibt, kann die weiteren Schritte noch nicht absehen. „Zum derzeitigen Zeitpunkt können wir dazu leider noch gar nichts sagen. Wir müssen aktuell noch die Entwicklungen abwarten“, teilt Anke Diekmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Hilfsorganisation, mit.  

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