Zu 100 Jahren Frauenwahlrecht

Landrätin Anja Altmann: „Frauen und Männer sind gleich, keiner ist besser“

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Restlos ausverkauft waren die Publikumsreihen im Filmhof Hoya, als dort am Samstag ein Frühstückskino zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ stattfand. Begrüßungsansprachen hielten (von links) die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, Ursula Priggen-de Riese, Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer, die stellvertretende Landrätin Anja Altmann und die Gleichstellungsbeauftragte des Ladkreises Nienburg, Petra Bauer.

Hoya - Von Horst Friedrichs. Anja Altmann ist die erste Frau, die zur Stellvertreterin des Nienburger Landrats gewählt wurde. So war sie geradezu prädestiniert, als Repräsentantin des Landkreises an der Eröffnung einer Veranstaltung teilzunehmen, die am Samstagvormittag im Filmhof Hoya stattfand: „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ war das Thema eines Frühstückskinos, zu dem die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Nienburg, Petra Bauer, und die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, Ursula Priggen-de Riese, eingeladen hatten.

Als männliche Minderheit im ausverkauften Kinosaal begrüßte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer die Teilnehmerinnen der Veranstaltung. Auftakt dazu war ein Frühstück in gemütlicher Runde im Verzehrkino. Anschließend wurde der Fernsehfilm „Sternstunde ihres Lebens - Elisabeth Selbert“ gezeigt. In dem Spielfilm von 2014 wird das Leben Elisabeth Selberts dargestellt, die als eine von vier Frauen maßgeblich daran beteiligt war, dass der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ 1948 in das deutsche Grundgesetz aufgenommen wurde.

Die beiden Gleichstellungsbeauftragten begrüßten das Publikum im Filmhof Hoya vor Beginn der Filmvorführung. Ursula Priggen-de Riese hieß die Teilnehmerinnen willkommen und äußerte sich erfreut über deren große Zahl. Petra Bauer erinnerte an den 19. Januar 1919, als Frauen im damaligen deutschen Reich erstmals wählen und gewählt werden konnten: „300 Frauen hatten sich beworben, 37 Frauen wurden gewählt - neben 386 Männern.“ Bauer schilderte die weitere Entwicklung des Frauenwahlrechts bis hin zu den „Müttern des Grundgesetzes“, Elisabeth Selbert und ihren drei Weggefährtinnen.

„Ich bin froh, dass ich 1966 geboren bin - und nicht 1866“, sagte Nienburgs stellvertretende Landrätin Anja Altmann und erwähnte, dass die Gleichberechtigung von Frau und Mann in Deutschland immerhin erst 1989/90 zum Gesetz erhoben wurde. „Frauen und Männer sind gleich“, betonte Altmann, „keiner ist besser.“ Und: „Ich bin begeistert, hier im Filmhof Hoya so viele Teilnehmerinnen anzutreffen.“

Auch Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer äußerte sich erfreut darüber und fügte hinzu: „Der Filmhof Hoya bietet schon seit Jahren herausragende Veranstaltungen für Frauen.“ Weiter verwies Meyer darauf, dass die Bürgermeisterposten beziehungsweise Stellvertreterposten sowohl in der Stadt als auch in der Samtgemeinde Hoya mit Frauen besetzt seien. Was die Frauenquote auf kommunaler Ebene betreffe, gebe es aber noch Luft nach oben. Meyer schloss: „Frauen sind vielleicht nicht die besseren Politiker, aber die Politik wird besser, wenn Frauen mitwirken.“

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