Flugmodellclub stellt sich vor und begrüßt befreundeten Verein aus Blender

50 Flugzeuge kreisen über Stendern

Dieser Segelflieger wird in den Himmel katapultiert und kann per Fernsteuerung auf Kurs gebracht werden. - Foto: Marion Thiermann

Stendern - Von Marion Thiermann. Jedes Wochenende starten die 27 Mitglieder des Flugmodellclubs (FMC) Hoya, der seit über 30 Jahren besteht, ihre Maschinen auf ihrem Flugplatz in Stendern. Bei einem Tag der offenen Tür am Sonnabend, verbunden mit einem Freundschafts-Schaufliegen mit der befreundeten Modellfluggemeinschaft (MFG) Blender, konnten die Gäste rund 50 originalgetreue Modelle begutachten.

Abwechselnd in der Luft, damit sie sich beim Starten und Landen nicht in die Quere kommen, waren Hubschrauber, Segler, Jets sowie Militärmaschinen – ferngesteuert, angetrieben durch Benzin- oder Elektromotoren und mit Flügelspannbreiten von 60 Zentimeter bis hin zu 3,70 Meter. Unter ihnen auch ein „Waco“-Doppeldecker. Der Nachbau des Originals aus den 1930er-Jahren, das heute noch gebaut wird, holt aus den 215 Kubikzentimetern seines Fünf-Zylinder-Sternmotors 13,5 PS und wiegt mit seiner Spannbreite von drei Metern und einer Rumpflänge von 2,35 Metern stolze 21,5 Kilogramm.

Die „Waco“ beim Betanken. Das Flugzeug wiegt 21,5 Kilogramm, und sein Motor leistet 13,5 PS. - Foto: Marion Thiermann

Auch der Jäger „Mirage 2000“ und ein Thermiksegler waren vertreten. Anders als die motorbetriebenen Flieger werden Thermiksegler mit einem starken Gummiband in die Luft befördert. Die Modellflugfans investieren viel feinmotorische Arbeit und Herzblut in ihr Hobby, denn ihre Flieger sind selbst gebaut oder aus Bausätzen gefertigt.

Während sie auf einem privaten Grundstück räumlich beschränkt sind und nur in Haushöhe fliegen dürfen, können sie ihre Modelle auf dem Flugplatz in Stendern weitere und höhere Kreise ziehen lassen. Dort haben die Modellflieger ihren eigenen Flugraum, der etwa für die Segelflieger aus Hoya und Holzbalge Tabu ist. „Nur Rettungshubschrauber, die haben natürlich Vorrang“, erklärt Frank Tiegel vom FMC.

Das Freundschaftsfliegen und der Tag der offenen Tür dienen dem Club auch als Öffentlichkeitsarbeit. Beim vergangenen Mal hat er zwei Gäste als Neueinsteiger gewonnen. Die Mitglieder der beiden Vereine nutzen die Gelegenheit aber auch, um Erfahrungen auszutauschen.

Flugmodellclub Hoya öffnet die Türen

Bei bestem Wetter konnten auch am Sonnabend die Besucher das Modellfliegen mit einem Lehrer-Schüler-System ausprobieren. Interessierte ließen ein Trainermodell fliegen, dessen Fernsteuerung mit dem Sender eines erfahrenen Modellfliegers verbunden war, der zur Not eingreifen konnte.

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