Begegnungsfest ist ein voller Erfolg / „Brot und Salz“ sucht weitere Mitglieder

Flüchtlinge tauschen sich im Hoyaer Jugendzentrum aus

Dieser Junge spielte Diabolo.

Hoya - Auf Anregung und Wunsch vieler Flüchtlinge und deren Paten lud der Unterstützerkreis „Brot und Salz“ am Sonnabend erneut zu einem Begegnungsfest in Hoya ein. Nachdem der Kennenlern-Nachmittag im November großen Anklang gefunden hatte, kamen nun wieder viele Flüchtlingsfamilien zu einem geselligen Beisammensein im Hoyaer Jugendzentrum Conexxxx zusammen.

In entspannter Atmosphäre konnte man beim gemeinsamen Essen zahlreiche Gespräche zwischen neugierigen Erwachsenen beobachten. Für die Kinder wurde in der nahe liegenden Turnhalle ein Bewegungsangbot vorgehalten, das zwei Zirkuspädagogen betreuten.

Vertreter der Samtgemeinde zählten ebenso zu den Gästen wie Stefan Meyer, Vorstandsmitglied des Lions Clubs Grafschaft Hoya. Der Club ermöglichte mit einer Spende in Höhe von 1 000 Euro die Anschaffung visueller Wörterbücher, die die Neuankömmlinge zur Begrüßung überreicht bekommen. Diese Wörterbücher sind aufgrund der fotorealistischen Illustrationen sehr gut für die erste Orientierung in der deutschen Sprache geeignet. Die verschiedenen Themengebiete, angefangen vom Arztbesuch bis zur Zimmereinrichtung sowie Alltagssituationen, sind durch die bildliche Darstellung leicht verständlich. Stefan Meyer ist sich sicher: Das Ziel der Lions, aktiv für die bürgerliche, kulturelle, soziale und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft einzutreten, kann vor Ort in der Flüchtlingshilfe bestens umgesetzt werden.

Die Kinder tobten sich in der Turnhalle aus und hatten dabei sichtlich Spaß. - Fotos: Heide Wirtz-Naujoks

„Wir haben zum einen die Möglichkeit, schnell zu handeln und den Helfern direkt zu helfen, und unterstützen andererseits nachhaltig Projekte zum Spracherwerb“, erklärte Stefan Meyer.

Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer zeigt sich erfreut über diese Hilfestellung. Er ist stolz auf das sehr gut funktionierende Netzwerk aus der eigenen Verwaltung, den zuständigen Behörden des Landkreises und den vielen ehrenamtlichen Helfern, die wertvolle Hilfe bei der Integration leisten. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Unterstützerkreises „Brot und Salz“, Renate Paul, bittet er dennoch um weitere pragmatische Unterstützung, sei es mit privatem Wohnraum oder der Übernahme einer Patenschaft. Die Zahl der Flüchtlinge in der Samtgemeinde ist inzwischen auf 270, die Zahl der Mitglieder von „Brot und Salz“ auf 47 gestiegen. „Wir suchen immer noch Mitstreiter“, sagt Renate Paul. „Kontakte sind wichtig, um die Menschen hinter den Flüchtlingszahlen kennenzulernen.“ Interessierte melden sich bei Bianca Meyer im Rathaus, Telefon 04251/81531.

Begegnungsfest in Hoya

Die Kirchengemeinden Bücken und Eystrup haben bereits Begegnungscafés eingerichtet, ein weiteres ist in Wechold geplant. Dort besteht regelmäßig die Möglichkeit zum Kennenlernen und zum persönlichen Austausch.

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