Flaniermeile ohne kommerziellen Hintergedanken

Magelser „Winterlichter“ unterscheiden sich vom Trubel städtischer Weihnachtsmärkte

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Karin Tiebel aus Verden sang Chansons sowie Blues- und Pop-Songs und begeisterte mit einer ausdrucksstarken Stimme.

Magelsen - Von Uwe Campe. Während bei den meisten heimischen Weihnachtsmärkten das kulinarische und damit lukrative Geschäft im Vordergrund steht, geht man in Magelsen mit den nach 2014 und 2016 nunmehr zum dritten Mal veranstalteten „Winterlichtern“ konsequent auf besinnlicheren Wegen. Auf der „Flaniermeile“ zwischen dem Adelheidshof und der Kirche gab es für die Besucher am Sonntagnachmittag dann auch wieder ein breit gefächertes Angebot für Augen, Ohren und Gaumen.

Den Auftakt machte ein Hutkonzert im Seminarraum des Adelheidshofs (Magelsen 5). Mit schöner und ausdrucksstarker Stimme sang Karin Tiebel aus Verden, begleitet von Marcus Altmann aus Göttingen am Piano, über eine Stunde am Stück Chansons sowie winterliche Blues- und Pop-Songs in Deutsch und Englisch. Ob James Taylers „You’ve got a friend“, Hildegard Knefs „1 + 1 das macht 2”, Stings “Fields of Gold” oder Leonhard Cohens “Hallelujah”, das Duo wusste voll zu überzeugen und erntete viel Applaus. Nach dem abschließenden Gospel „This little light of mine“ wanderte zudem noch mancher Geldbetrag in dem umgehenden Hut.

Entlang der Straße machte Kerzenschein dem Namen „Winterlichter“ alle Ehre.

Großen Anklang fand der noch warm aus dem Ofen des Backhauses auf dem Hof von Wilhelm Meyer (Magelsen 3) kommende Butterkuchen – mit oder ohne Zimt, schlichtweg ein Gedicht! Auch hier kein kommerzieller Hintergedanke, Punsch, Kaffee und Kuchen wurden gegen einen freiwilligen Kostenbeitrag abgegeben. Gleiches galt auch für die von Hartmut Westermann in seinem gut besuchten Stand gebratenen Würste.

Um 15 Uhr begannen die Helfer damit, die Lichter an den Wegen und des Kerzenmandalas anzuzünden. Sie sorgten mit zunehmender Dunkelheit für eine immer heimeliger werdende Atmosphäre und geleiteten die zahlreichen Gäste zu den jeweiligen Höfen. So bestand die Möglichkeit, in Lilos Druckwerkstatt (Magelsen 6) an kreativen Aktionen (Drucken, Basteln, Schattenspiele) mitzuwirken, sowie liebevoll selbst genähte Kinderkleidung, Buchbinde- und Papierarbeiten, funkelnde Edelsteine, märchenhafte Tücher, Holzengel und vieles mehr zu bestaunen, aber auch zu erwerben.

Meh’s Kunstatellier (Magelsen 7), wo man sich unter anderem. Sternenstaub-Tattoos anlegen lassen konnte, war ebenso geöffnet wie Brüns Hof (Magelsen 10), auf dessen Diele eine umfangreiche Auswahl kunsthandwerklicher Produkte, aber auch Kleidungsstücke aus Alpaka-Wolle angeboten wurden.

Magelser Winterlichter

Statt eines klassischen Weihnachtsmarkts leuchten in Magelsen traditionell die Winterlichter.  © Mediengruppe Kreiszeit ung/Uwe Campe
Statt eines klassischen Weihnachtsmarkts leuchten in Magelsen traditionell die Winterlichter.  © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
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Statt eines klassischen Weihnachtsmarkts leuchten in Magelsen traditionell die Winterlichter.  © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
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Statt eines klassischen Weihnachtsmarkts leuchten in Magelsen traditionell die Winterlichter.  © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe
Statt eines klassischen Weihnachtsmarkts leuchten in Magelsen traditionell die Winterlichter.  © Mediengruppe Kreiszeitung/Uwe Campe

In der ab 16 Uhr geöffneten Kirche standen für die Besucher ebenfalls Snacks und Getränke bereit. Dort fanden die diesjährigen „Magelser Winterlichter“ mit einer abendlichen Andacht, in deren Verlauf Pastorin Friederike Werber und Flötenspielerin Gaby Baum sowie die Kirchenvorstände Friederike Stegemann und Imke Mühlsteph die Gäste mit Liedern und Texten auf eine adventliche Weltreise mitnahmen, ihren harmonischen Abschluss.

Heinrich Meyer, einer der vielen Mitorganisatoren und ehrenamtlichen Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar wäre, zog ein positives Resümee: Am Morgen sei er angesichts des ungemütlichen Wetters noch sehr skeptisch gewesen, ob überhaupt Besucher kommen würden, abends zeigte er sich aber mit Akzeptanz und Besucheraufkommen mehr als zufrieden. Dorothee Cordes aus Eitzendorf hob besonders hervor, wie wohltuend sich diese Art von Veranstaltung vom Trubel vieler städtischer Weihnachtsmärkte unterscheide.

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