Handwerkskammer zeichnet Betrieb für sehr gute Ausbildungsqualität aus

Firma Guder auf dem Prüfstand

Sie sind stolz: Elke Guder (Assistenz der Geschäftsführung), die Auszubildende Lilly Grundmann und Geschäftsführer Bernt Guder (von links) freuen sich über die erneute Auszeichnung. Foto: NALA HARRIES

Hoya - Von Nala Harries. Nur wenige Malerbetriebe bilden heutzutage noch aus, die Firma Guder ist sogar die einzige im Nordkreis, die das noch tut – das erzählte Elke Guder jetzt in einem Pressegespräch. Sie kümmert sich bei der Guder GmbH in Hoya um die Lehrlinge und fungiert als Assistenz der Geschäftsführung.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat Guder ein großes Interesse daran, seinen Lehrlingen eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu bieten. Dafür verspricht das Unternehmen einiges an Unterstützung, beispielsweise gibt es die Möglichkeit, am Freitag und Samstag zusätzlich praktisch zu üben. Außerdem hilft Malermeister Arndt Schröder bei der Führung des Berichtshefts und es sind regelmäßige Gespräche mit der Geschäftsführung und den Auszubildenden vorgesehen. „Dort erhalten sie eine Rückmeldung, es wird gelobt, Kritik geäußert und auch über Persönliches gesprochen“, schildert Elke Guder. Darüber hinaus plant die Firma, im nächsten Jahr eine betriebsinterne Nachhilfe einzurichten, welche das schulische sowie sprachliche Niveau fördern soll. Auch der theoretische Teil der Ausbildung könne in diesem Rahmen gemeinsam geübt werden.

Wie gut die Ausbildungsqualität des Malerbetriebs wirklich ist, hat vor Kurzem die Handwerkskammer Hannover unter die Lupe genommen. Dafür kamen drei Prüfer nach Hoya, um vor Ort mit dem Meister, der Geschäftsführung und den Lehrlingen zu sprechen. Genauer betrachtet wurden die Bereiche Nachwuchsgewinnung und Ausbildungsplanung, Ausbildungsstart und Probezeit, Qualifizierungsprozesse während der Ausbildung sowie Prüfungsvorbereitung und berufliche Entwicklung. Nach dem Rundum-Check erhielt die Guder GmbH von der Handwerkskammer Hannover zum zweiten Mal in Folge die Zertifizierung für sehr gute Ausbildungsqualität.

„Es ist für uns schwieriger, Auszubildende zu finden, da das Malerhandwerk nicht mehr so beliebt ist. Mit der Auszeichnung wollen wir zeigen, dass Lehrlinge bei uns gut aufgehoben sind“, sagt Geschäftsführer Bernt Guder.

Ist das Handwerk auf dem Weg auszusterben? Zwar werde dem Abitur und dem Studium viel Raum eingeräumt, aber das Handwerk brauche man immer, antwortet Elke Guder. „Nicht jeder von uns ist in der Lage, beispielsweise ein Türschloss ein- oder auszubauen, geschweige denn einen Fußboden zu verlegen oder eine Wand akkurat zu streichen.“

Die 17-jährige Lilly Grundmann aus Syke ist mit der Wahl ihres Lehrbetriebs zufrieden. „Ich habe bei Guder erst ein Schülerpraktikum gemacht, durfte dann von Anfang an mit den Gesellen mit auf die Baustellen fahren und auch schon ein bisschen mithelfen. Es macht einfach sehr viel Spaß“, sagt sie. Ganz besonders schätzt sie den persönlichen Umgang der Kollegen miteinander: „Es geht bei uns nicht so streng zu und alle sind unheimlich nett.“ Wenn sie ihre Ausbildung beendet hat, wünscht sie sich, vom Betrieb übernommen zu werden.

„Wir wissen auch, dass wir nicht perfekt sind, aber wir arbeiten daran“, erzählt Elke Guder und weiter: „Wichtig ist, dass Betrieben klar wird, dass das Problem des Fachkräftemangels bereits mitten unter uns weilt.“ Die Firma Guder hat das auf jeden Fall erkannt und verspricht ihren Lehrlingen deswegen Folgendes: eine solide Ausbildung, die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung, selbstständiges Arbeiten sowie das Erlernen von allen Griffen des Malerhandwerks.

Und dazu zählt nicht nur das Malern, sondern auch die Verlegung von verschiedenen Fußböden und die Wärmedämmung.

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