Mia Fiedler stellt ihren Wasserbüffelhof in Warpe vor – und prämiertes Produkt

Leider keine Schlammgruben, aber ausgezeichneter Käse

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Dr. Mia Fiedler präsentierte einen Teil ihrer Wasserbüffelherde in Warpe.

Von Horst Friedrichs. Ein kulinarischer Botschafter Niedersachsens stammt aus der Region Mittelweser, sein Ursprung liegt in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, sein Name: „Warper Büffelweißer“. Die Auszeichnung für den Weichkäse nach Art eines Camembert, hergestellt aus Büffelmilch, gab es vor wenigen Tagen in Hannover. Das nahm Dr. Mia Fiedler, die Eigentümerin des Wasserbüffelhofs Warpe, als Anlass, das prämierte Produkt jetzt am Ort seiner Entstehung vorzustellen.

„Wir wollen bekannter werden“, erklärte Mia Fiedler zu Beginn des Nachmittagsprogramms, das sie ihren Gästen am Donnerstag auf der idyllisch gelegenen Hofanlage bot. Als Erfolgsrezept habe sich der Büffel-Mozzarella aus Warpe bereits etabliert. Daneben stellt sie auch andere Spezialitäten aus Büffelmilch und Büffelfleisch her, die es im Hofladen und auf Wochenmärkten zu kaufen gibt.

Den Wasserbüffelhof betreibt Dr. Mia Fiedler neben ihrer Tierarztpraxis. Alle Käsesorten, habe sie als Autodidaktin selbst entwickelt.

Zu ihren Büffelmilch-Kreationen gehört der „Warper Büffelweiße“, dem jetzt der Erfolg im Rahmen eines Branchenwettbewerbs der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft beschieden war. Ministerpräsident Stephan Weil übergab die Auszeichnungen für insgesamt 43 hervorragende Lebensmittel während einer Prämierungsveranstaltung in Hannover (wir berichteten).

„Wir sind stolz auf den Wasserbüffelhof in unserer Mitgliedsgemeinde Warpe“, würdigte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer die Arbeit Mia Fiedlers und ihres Teams. Zugleich unterstrich er die wachsende überregionale Bedeutung dieser Arbeit.

Zum „Star-Gastspiel“ des Nachmittags erschien „Enrico“, geführt von Heinrich Meyer, dem Lebenspartner Mia Fiedlers. Wasserbüffelochse Enrico, der auch geritten werden durfte, demonstrierte mit seinem Auftritt die ganze Wesensstärke und große Gelassenheit seiner Rasse.

Mia Fiedler beschrieb Details aus dem Zuchtbetrieb ihrer ursprünglich siebenköpfigen, aus Italien stammenden Herde, die sich seit den Anfängen 2007 etwa verdreifacht hat. Die ursprünglich im Fernen Osten beheimateten Tiere stehen in Warpe ganztags auf der Weide und werden nur zum Melken hereingeholt. Die kalte Jahreszeit – von November bis April – verbringen sie im Stall.

Auch für die nötige Portion Nässe wird gesorgt. Wasser statt Schlamm – daran haben sich die Warper Büffel gewöhnt. „Schlammgruben wie in der Wildnis können wir ihnen leider nicht bieten“, sagt Mia Fiedler. Statt der Suhle gibt es draußen auf der Weide regelmäßig erfrischende Duschen für die schwarzen Tiere mit den augenfälligen sichelförmigen Hörnern. Überdies ist ein Wassertrog ein besonderer Anziehungspunkt für sie, können die Tiere doch ihren Kopf hineintauchen und sich anschließend vor Wohlbehagen schütteln.

Bei einem Rundgang erlebten die Gäste neben „Enrico“ auch einen Teil der Herde hautnah. Es gab ein umfangreiches Büfett mit den verschiedenen Käseprodukten des Wasserbüffelhofs, und Mia Fiedler zeigte die Herstellung des Büffelmozzarellas.

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