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Feuerwehrzeltlager im Kleinformat für Sommer 2022 in Wechold geplant

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Von: Nala Harries

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Trotz Kleinformat soll das geplante Zeltlager für die Feuerwehrjugend ein großes Event werden. Die letzte Veranstaltung dieser Art fand 2019 in Hoya statt (siehe
Trotz Kleinformat soll das geplante Zeltlager für die Feuerwehrjugend ein großes Event werden. Die letzte Veranstaltung dieser Art fand 2019 in Hoya statt (siehe © müller

Samtgemeinde – Für die Feuerwehrjugend ist das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager stets ein absolutes Highlight. In den vergangenen zwei Jahren musste sie coronabedingt jedoch darauf verzichten. Auch 2022 sieht der Kreis Nienburg keine Möglichkeit, ein solches Großevent unter Pandemie-Bedingungen anbieten zu können. In Diepholz ist die Situation hingegen eine andere:

Dort ist man bisher fest entschlossen, das Kreisfeuerwehrzeltlager im benachbarten Bruchhausen-Vilsen auf die Beine zu stellen.

Auch die Jugendfeuerwehr der Samtgemeinde Hoya will auf ein solches Event nicht gänzlich verzichten müssen. Und wenn schon nicht im Großformat, dann eben als kleinere Veranstaltung. Ihre Bitte stieß beim Feuerschutzausschuss der Grafschaft nun vollstes auf Verständnis: Dieser sprach sich während seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch dafür aus, im Haushalt 2022 5 000 Euro für das Zeltlager bereitzustellen.

Der zeitliche Rahmen für die Veranstaltung ist bereits gefunden: Geplant ist das Event für die erste Ferienwoche im Sommer. Auch die Suche nach einem Veranstaltungsort machte keine Probleme. Wie schon die zahlreichen Handballmannschaften, die sich vor der Pandemie stets einmal im Jahr zu einem großen Turnier auf dem Schul- und Sportgelände in Wechold versammelten, soll nun auch der Feuerwehrjugend diese Möglichkeit eingeräumt werden. „Es ist beabsichtigt, dort ein viertägiges Zeltlager mit circa 100 Personen durchzuführen“, heißt es in der Beschlussvorlage zum Haushalt 2022, für den sich die Mitglieder des Ausschusses am Mittwoch mit ein paar kleinen Änderungen einstimmig aussprachen.

Wie Uwe Back, Fachbereichsleiter Bürgerservice, in seinen Ausführungen dazu mitteilte, hätten coronabedingt keine Feuerwehrfahrten mehr stattfinden können, daher sei es seiner Meinung nach wichtig, eine solche Ersatzveranstaltung anzubieten, „um die Jugend bei Stange zu halten“.

Dem schloss sich auch Carsten Meyer, Gemeindebrandmeister aus Hilgermissen, der bei der Ausschusssitzung gemeinsam mit Georg Bühmann, stellvertretender Gemeindebrandmeister aus Eystrup, und Wilfried Gütz, stellvertretender Gemeindebrandmeister aus Hoya, die Feuerwehrspitze repräsentierte, an. Er hoffe durch das Zeltlager wieder auf mehr Zulauf, denn die Corona-Pandemie habe für reichlich Fluktuation gesorgt. „Vorher waren es noch knapp 100 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr, jetzt sind es nur noch 70 bis 75“, brachte Meyer die Auswirkungen der Krise auf den Punkt.

Für diese Situation zeigte sich auch Carsten Borstelmann im Namen der CDU, UWGSH und FDP verständnisvoll: „Die Jugend ist genug ,coronagebeutelt‘. Man muss etwas tun, damit die wieder zusammenkommen kann“, sagte er und sprach sich damit ganz deutlich für die Förderung des geplanten Zeltlagers im Kleinformat aus.

Damit nicht nur die Jugend von diesem Event profitiert, ist zudem geplant, auch die Kinderfeuerwehr einen Tag daran teilnehmen zu lassen. „Damit sie sehen, wie das ist“, meinte Uwe Back und schloss damit seine Ausführungen zu diesem Thema ab.

Die Haushaltsansätze für das Jahr 2022 bleiben im Vergleich zu denen aus dem vergangenen Jahr überwiegend gleich. Veränderungen haben sich lediglich durch die Förderung des geplanten Zeltlagers mit 5 000 Euro sowie in puncto Bewirtschaftungskosten ergeben. Letztere müssten nämlich um 10 000 Euro auf insgesamt 48 000 Euro erhöht werden, erklärte Back. Grund dafür seien die gestiegenen Reinigungs- und Heizkosten, die durch den neuen Anbau des Feuerwehrhauses in Hoya sowie durch erhebliche Preissteigerungen bei den Strom- und Heizkosten entstanden seien. „Und das ist noch vorsichtig geschätzt“, fügte er hinzu.

Ursprünglich war in dem Beschlussvorschlag außerdem eine einmalige Erhöhung des Haushaltsansatzes um 20 000 Euro auf 36 000 Euro für den Bereich Grundstücks- und Gebäudeunterhaltung vorgesehen. Dabei ging es um eine vertiefende Baugrunduntersuchung des Feuerwehrhauses in Bücken, welches vermehrt Rissbildungen aufweist. Experten hatten deswegen unter anderem bereits Rammkernsondierungen durchgeführt, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, ob die Risse durch den Bodenuntergrund bedingt sein könnten. Das Fazit lautete, dass zumindest mittelfristig Handlungsbedarf bestehe. Die Ausschussmitglieder sprachen sich jedoch gegen weitere Baugrunduntersuchungen aus. Stattdessen wolle man nicht vorschnell handeln und das Ganze vorerst weiter beobachten – auch vor dem Hintergrund eines möglichen Neubaus. Aus diesem Grund wurde dann auch auf eine Erhöhung des Haushaltsansatzes für diesen Bereich verzichtet und es blieb bei den geplanten 16 000 Euro.

Ob den Empfehlungen des Feuerschutzausschusses bezüglich des Haushaltes 2022 gefolgt wird, darüber entscheidet schlussendlich der Samtgemeinderat – und das schon in seiner nächsten Sitzung am 23. Februar.

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