Mögliche Brandstiftung: Polizei untersucht derzeit 13 Fälle in der Samtgemeinde

Feuerteufel in der Grafschaft unterwegs?

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Etwa 60 Einsatzkräfte mehrerer Freiwilliger Feuerwehren löschten in der Nacht zu Donnerstag den Brand in Barme. Die Ortschaft ist nur wenige Kilometer von der Samtgemeinde Grafschaft Hoya entfernt.

In Barme standen in der Nacht zu Donnerstag etwa 300 Strohballen in Brand. Rund 60 Einsatzkräfte versuchten mehrere Stunden lang, den Flammen Herr zu werden. Die Brandursache ist bisher unklar. Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Könnte ein Zusammenhang zu den vermehrten Brandfällen in der Grafschaft Hoya, die in diesem Sommer insbesondere die Gemeinden Hassel und Eystrup heimsuchten, bestehen? Die Kreiszeitung hat darüber mit Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, gesprochen.

Hängen die Taten zusammen?

Die Ortschaft Barme liegt nur etwa acht Kilometer von Eystrup entfernt. Zuletzt Ende Juli standen in Eystrup auf einem Feld in der Marsch mehrere Strohballen in Flammen und in Heidhüsen brannte kurze Zeit später in einem Waldstück gelagertes Holz. Die Polizei bestätigte damals, dass es sich zumindest bei Ersterem um Brandstiftung gehandelt hat. Haben die noch unbekannten Täter nun ihren Wirkungskreis ausgeweitet? „Ich möchte keine Vermutungen aufstellen, aber der Verdacht liegt nahe, dass dort Zusammenhänge bestehen könnten“, erklärt Axel Bergmann auf Nachfrage.

Momentan würden die Beamten des Hoyaer Polizeikommisariats 13 Fälle daraufhin untersuchen, ob eine Brandstiftung für den Ausbruch der Feuer ursächlich war. „Sechs Fälle stammen aus diesem Sommer“, schildert Axel Bergmann. Sieben weitere Fälle, die eigentlich bereits zu den Akten gelegt worden seien, hätten die Polizisten jetzt noch einmal aus der Schublade geholt, da sie Ähnlichkeiten zu der aktuellen Brandserie aufweisen würden. Es habe sich dabei immer wieder um kleinere Feuer gehandelt, unter anderem sei eine mobile Toilettenkabine abgebrannt. „Wir sind im Rahmen der Untersuchungen auf hoffentlich erfolgversprechende Spuren gestoßen“, erklärt Bergmann weiter. Seine Kollegen würden diesen derzeit nachgehen.

Lesen Sie auch: 300 Strohballen brannten in Barme. 

Ermittlung einer Brandursache

Zunächst einmal würden die Ermittler in einer Art Ausschlussverfahren mögliche Brandursachen unter die Lupe nehmen, also der Frage nachgehen, wie ein Feuer entstehen könne. „Zum Beispiel durch naturbedingte Einflüsse, durch Selbstentzündung oder auch technische Ursachen“, meint Bergmann. Sollten sich bei diesen Untersuchungen keine konkreten Hinweise herauskristallisieren, liege der Verdacht einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Brandstiftung nahe. Dann würden die speziell geschulten Ermittler sich die Ausbruchsstelle des Feuers nochmals genau anschauen, auch Brandspürhunde kämen zum Einsatz. „Sie riechen zum Beispiel, ob Brandbeschleuniger benutzt wurde“, schildert der Polizeipressesprecher. Zudem seien Zeugenhinweise ein wichtiger Bestandteil der Ermittlungen. „Deswegen bitten wir Menschen, die etwas gesehen oder gehört haben, sich mit uns in Verbindung zu setzen“, sagt Axel Bergmann. Das Polizeikommissariat in Hoya ist erreichbar unter der Telefonnummer 04251/934640.

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