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Brände auf dem Campingplatz „Am See“ in Eitzendorf: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

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Von: Nala Harries

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Die Brände auf dem Campingplatz im Juli vergangenen Jahres haben zwei Wohnwagen zerstört. Einer davon war zu diesem Zeitpunkt sogar belegt. Der Betroffene ist jedoch nicht zu Schaden gekommen. Das andere Campingmobil stand leer. archiv
Die Brände auf dem Campingplatz im Juli vergangenen Jahres haben zwei Wohnwagen zerstört. Einer davon war zu diesem Zeitpunkt sogar belegt. Der Betroffene ist jedoch nicht zu Schaden gekommen. Das andere Campingmobil stand leer. archiv © marion thiermann

Eitzendorf – Innerhalb von fünf Tagen musste die Feuerwehr im Juli vergangenen Jahres gleich zweimal nach Eitzendorf ausrücken. Dort fielen binnen kürzester Zeit zwei Wohnwagen auf dem Campingplatz „Am See“ einem Feuer zum Opfer (wir berichteten). Schon damals zweifelte die Staatsanwaltschaft Verden daran, dass es sich dabei um einen Zufall handelte.

Daher ermittelte sie wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung.

„Das Verfahren ist nach Paragraf 170 Abschnitt zwei der Strafprozessordnung eingestellt worden“, teilt Martin Schanz, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Verden, jetzt auf Nachfrage mit. Das bedeutet, dass ein Verfahren auf Eis gelegt werden kann, sofern ein hinreichender Tatverdacht fehlt. Wie Martin Schanz erläutert, waren die Ermittlungen nach dem Brandereignis von Amts wegen aufgenommen worden. Im konkreten Fall sei unter anderem ein Gutachten zur Brandursachenermittlung in Auftrag gegeben und vielzählige Zeugenvernehmungen durchgeführt worden. Doch ein Täter konnte schlussendlich nicht gefunden werden, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Ist ein Verfahren eingestellt, finden auch keine weiteren Ermittlungen mehr statt und die Straftat wird nicht weiter verfolgt. Ermittlungen können aber jederzeit wieder aufgenommen werden, wenn neue Beweise oder Indizien vorliegen, so Martin Schanz. Dies ist allerdings nur innerhalb der Frist für die sogenannte Verfolgungsverjährung möglich. „Diese tritt im Hinblick auf den Verdacht der schweren Brandstiftung jedoch nicht vor Ablauf von 20 Jahren ein“, betont der Pressesprecher.

In den beiden Fällen in Eitzendorf dienten die zwei möglicherweise mutwillig angezündeten Campingwagen als Wohnraum. Beim ersten Brand am 12. Juli war der betroffene Stellplatz nach Angaben der Feuerwehr damals sogar belegt. Der Betroffene kam allerdings nicht zu Schaden. Der Wohnwagen, der wenige Tage später, am 17. Juli, in Flammen aufging, stand zu diesem Zeitpunkt hingegen leer.

Zweimal rückten die Feuerwehrleute aus. Zweimal kamen sie zu spät, um den Schaden abwenden zu können. Beim ersten Mal stand der Wohnwagen bereits in Vollbrand. Eine Seitenwand knickte ab und fiel auf ein danebenstehendes Auto, das ebenfalls in Flammen aufging und genau wie der Campingwagen komplett ausbrannte. Beim zweiten Mal hatten einige Bewohner bereits vor Ankunft der Rettungskräfte den Wasserhahn der Parzelle aufgedreht und so versucht, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Atemschutzgeräteträger löschten den Brand anschließend ab.

Feuerwehrkräfte löschten den Brand ab.
Feuerwehrkräfte löschten den Brand ab. © Marion Thiermann

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