Familie Duske betreibt seit 1992 den „Lindenhof“ 

Sie leben ihren Traum schon 25 Jahre lang

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Matthias Duske betreibt gemeinsam mit seiner Frau Frauke seit nun 25 Jahren den „Lindenhof“ in Hoya. Gerne serviert er pfiffige Appetithäppchen wie diese. 

Hoya - Von Vivian Krause. „Aufgespießt“, „verführt“, „kaltgestellt“: Auf der Tafel vor dem „Lindenhof“ in Hoya ist jeden Tag ein neuer Begriff zu lesen. Dahinter verstecken sich Leckereien, die den Gästen zusätzlich zum Essen gereicht werden. Der Hintergrund ist das 25-jährige Jubiläum, dass die Familie Duske als Betreiber der Hoyaer Traditionsgaststätte feiert.

Mit den Aufmerksamkeiten möchten Frauke und Matthias Duske auch Lust machen auf das, was kommt. Nämlich unter anderem eine neue Speisekarte, mit der der „Lindenhof“ seiner bürgerlichen Linie treu bleiben und gleichzeitig moderner werden will.

Komplett neu gestaltet wird auch das Restaurant, das nach einem Umbau Platz für 80 statt 40 Gäste bieten soll. Aber zunächst steht die Renovierung der Küche an. Diese wurde zwar zuletzt vor vier Jahren umgebaut, doch durch weitere Aufträge im Bereich der Schulversorgung muss sie im Mai erneut vergrößert werden. „Wir sind seit 25 Jahren hier und bauen ständig um“, sagt Matthias Duske (52). Und weiter: „Hier steht praktisch nichts mehr, so wie es einmal war.“ Doch die Gäste verfolgen die Arbeiten laut Duske gerne.

Begonnen hat das Projekt „Lindenhof“ für Duskes Anfang der 90er-Jahre – damals zu viert, gemeinsam mit dem Ehepaar Stützer. Nach vier Jahren machte es zu zweit weiter.

Heute hat der „Lindenhof“ 25 Mitarbeiter. „Hermi Stützer arbeitet immer noch bei uns – jetzt als Angestellte“, sagt Matthias Duske, der sich über die Treue vieler Mitarbeiter freut.

Als sie den „Lindenhof“ übernahmen, war Matthias Duske 27 Jahre, Frauke Duske 26 Jahre alt. Das Gasthaus mit Saal und Kegelbahn stand zu dem Zeitpunkt seit drei Jahren leer und musste zunächst wieder betriebsbereit gemacht werden. „Das war schon eine Aufgabe“, erinnert sich der 52-Jährige.

2002 musste das Restaurant komplett neu eingerichtet werden. Der Grund: ein Brand im Keller. Die Steuerung der neuen Heizung war defekt. „Der ganze ,Lindenhof‘ war schwarz“, sagt Frauke Duske. Der Ruß war durch den Rauchgasabzug in alle Räume gelangt und hatte nur die über der Gaststätte gelegene Wohnung der Duskes sowie die Küche verschont. „Das war 14 Tage vor Weihnachten. Das war grauselig“, erinnert sich die 51-Jährige. Das Restaurant war für rund sechs Wochen geschlossen.

Nach der Zwangspause ging es munter weiter. „Wir haben sehr viel gearbeitet. So viel würde ich heutzutage nie wieder arbeiten wollen“, erzählt Matthias Duske von Sieben-Tage-Wochen mit endlosen Stunden. Bis vor fünf Jahren arbeitete er als Versicherungskaufmann – und nur nebenbei im „Lindenhof“. Durch den hohen Einsatz sei einiges auf der Strecke geblieben: Freundschaften, Freizeitaktivitäten. Beide legten beispielsweise das Handballspielen auf Eis. Doch eins haben sich die zwei nicht nehmen lassen: das Motorradfahren und Urlaube.

In ihrer Abwesenheit verlassen sich die Betreiber auf ihre Mitarbeiter. Chefkoch Thomas Ziro ist seit 21 Jahren im Team. „Der freut sich, wenn wir weg sind. Aber auch, wenn wir wieder da sind“, sagt Hauswirtschafterin Frauke Duske. Die längste Reise ging in die USA. Dort besuchten sie ihre Tochter Anna-Lena (23), die nach der Schule für ein Jahr dort war. „Ob sie den ,Lindenhof‘ weiterführt, steht noch in den Sternen“, sagt ihre Mutter. Aktuell lernt sie Hotelfachfrau in Hamburg. Und das, obwohl sie immer gesagt hatte: „Gastronomie? Auf keinen Fall!“ Bis dahin stecken ihre Eltern die Kraft in den „Lindenhof“, der heute mehrere Standbeine hat: Er liefert Schul- und Kindergartenessen, ist Restaurant, Veranstaltungsort und Caterer für Feste außer Haus.

Vor zehn Jahre startete der „Lindenhof“ die Belieferung der Lebenshilfe in Hoya mit Essen. Dann folgte der Kindergarten. Dazu kam der Mensabetrieb des Schulzentrums, der Grundschulen in Hoya und Bücken – unter anderem. „Wir produzieren in der Woche jeden Morgen 900 bis 1 000 Mittagessen“, sagt Matthias Duske. Diese werden an rund 30 Stellen ausgeliefert. Und sobald die Küche es erlaubt, wohl auch an noch mehr. Davon profitieren auch die Restaurant-Gäste, die durch Investitionen in Aus- und Umbau doppelt so viel Platz im „Lindenhof“ haben werden.

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