Ex-Airport-Direktor Manfred Ernst ist tot

Er hat den Flughafen groß gemacht

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Manfred Ernst (†).

Eystrup - Manfred Ernst ist tot. Der langjährige Direktor des Bremer Flughafens starb plötzlich und unerwartet am Sonntag während einer Radtour. Er wurde 71 Jahre alt.

Der studierte Jurist und Volkswirtschaftler arbeitete zunächst als Richter am Landgericht Bremen und ab 1975 beim Senator für Justiz in Bremen. Dort wurde er 1982 Abteilungsleiter. 1986 berief ihn der Senat zum Flughafendirektor. Manfred Ernst sollte den zuvor stiefmütterlich behandelten Provinz-Airport umstrukturieren und zu einem Wirtschaftsfaktor für Bremen machen – dies gelang ihm eindrucksvoll.

Bis zu seinem Ruhestand 2008 führte Ernst die Geschäfte des Airports. Seine 2001 begonnene Lehrtätigkeit an der Hochschule Bremen setzte er darüber hinaus fort. Manfred Ernst hielt als Honorarprofessor Vorlesungen im Studiengang Luftfahrt-Systemtechnik und -Management.

Trotz dieser beeindruckenden beruflichen Karriere nahm er sich Zeit für das ehrenamtliche Engagement in der SPD, deren Ortsvereinsvorsitzender er war. Bereits mit 20 Jahren war er in die Partei eingetreten.

Mit seiner politischen Arbeit hat Manfred Ernst Eystrup und die Samtgemeinde Hoya geprägt. Seit 1981 saß er im Eystruper Gemeinderat und im Samtgemeinderat – nahezu die ganze Zeit über in verantwortlicher Position. 2011 wurde er Eystruper Bürgermeister.

Manfred Ernst wurde 1944 als Sohn einer Norwegerin und eines Deutschen im norwegischen Geilo geboren. Wenn er dort seine Verwandten besuchte, konnte er Norwegisch sprechen – aber nur dort, wie er einmal sagte.

1964 heiratete Manfred Ernst seine Frau Hanna. Das Paar bekam drei Kinder.

Mit seiner Intelligenz, seinen analytischen und strategischen Fähigkeiten sowie seinem Verhandlungsgeschick stach er in Beruf und Lokalpolitik heraus. Manfred Ernst galt als vorausschauend, als Visionär und „Macher“.

Beobachtern von Ratssitzungen werden sich seiner juristisch präzise formulierten Schachtelsätze erinnern, die er zur Überraschung vieler grammatikalisch stets korrekt beendete.

Beharrlich verfolgte Manfred Ernst seine Ziele, lenkte aber ein, wenn er keine Mehrheit dafür fand.

Manfred Ernst sprach Missstände deutlich an, lobte aber auch viel, besonders wenn sich Bürger ehrenamtlich verdient gemacht hatten.

Die Trauerfeier für Manfred Ernst beginnt am Sonnabend, 23. Mai, um 14 Uhr in der Willehadi-Kirche Eystrup.

mwe

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