Einnahme für guten Zweck

Erster Suppentag: 160 Hasseler auf Johannisplatz

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Ein Organisationsteam aus elf Hasseler Familien hatte seit einem halben Jahr den ersten Suppentag in der Gemeinde geplant. Dabei war auch Bürgermeister Heiko Lange (Sechster von rechts, Bild bitte vergrößern), der sich sehr für die Agenda „Hassel 2030“ einsetzt. Der Suppentag ist ein kleiner Bestandteil davon, geht es doch in dem Programm auch darum, die Menschen im Dorf zusammenzubringen.

Hassel - Von Jana Wohlers. In Hassel brodelte es am Sonntag auf dem Johannisplatz gewaltig. Doch nicht etwa eine politische oder gesellschaftliche Debatte regte die Gemüter an, vielmehr kochten dort die duftenden Leckereien des ersten Hasseler Suppentags. Der lockte rund 160 Besucher jeder Altersgruppe an. „Eine unerwartet hohe Resonanz“, freute sich Bürgermeister Heiko Lange.

Insgesamt 18 Suppen hatten die engagierten Köche aus dem Ort für den Suppentag zubereitet. Mit einer „Suppen-Flatrate“ konnten Klassiker ebenso probiert werden wie unbekannte Suppen – so lange im Bauch noch Platz für einen weiteren Teller davon war.

Die Besucher hatten die Wahl: Sollte es Kürbis-, Kartoffel- oder Steckrübensuppe sein, Hühnersuppe oder doch lieber eine Kostprobe der Schüttsuppe oder von „Boddermelks angeballerts“? Die Vielfalt der angebotenen Speisen hielt für jeden Geschmack das Passende parat.

Wer nach all der Suppe noch Platz im Bauch hatte, der kam bei Kaffee und selbst gebackenem Butterkuchen voll auf seine (Nachtisch-)Kosten.

Das durchwachsene Wetter hielt die Hasseler nicht von einem Besuch ab. In regenfester Kleidung sorgten Einwohner, Helfer und Ratsmitglieder für eine super Stimmung beim ersten Suppentag auf dem idyllisch gelegenen Johannisplatz.

„Ziel, das Dorf zusammenzubringen“

„Unser Ziel ist es, das Dorf zusammenzubringen – egal, ob Jung oder Alt, mit oder ohne Migrationshintergrund“, sagte Bürgermeister Heiko Lange. In der Agenda „Hassel 2030“ seien unter anderem Aktionen vorgesehen, die die Menschen stärken zusammenführen sollen. Beim Suppentag rückte Hassel nicht nur ein Stück zusammen, Heiko Lange nutzte auch die Möglichkeit, mit vielen Einwohnern einmal ganz ohne offiziellen politischen Rahmen ins Gespräch zu kommen.

Ein Organisationsteam aus elf engagierten Familien hatte den Suppentag ein halbes Jahr lang geplant. Aus dem Hasseler Gemeinderat erhielt die Gruppe um Bürgermeister Lange Unterstützung – unter anderem war im Haushalt ein Betrag für die Aktion bereitgestellt worden. Viele Köche nahmen die von der Gemeinde angebotene Erstattung ihres Unkostenbeitrags aber nicht in Anspruch.

Einnahmen für einen guten Zweck

„Die Einnahmen der Aktion sollen für einen guten Zweck verwendet werden“, erklärte Heiko Lange. Er zeigte sich erfreut über die gute Annahme des Suppentags: „Wir sind wirklich positiv überrascht.“ Die Aktion betitelte Lange als „kooperatives Miteinander“, denn auch die örtlichen Vereine beteiligten sich und halfen unter anderem mit einem Zelt sowie Sitzgelegenheiten aus.

Viel blieb in den großen Kochtöpfen am Ende nicht übrig. „Die gute Resonanz motiviert uns, auch im nächsten Jahr wieder einen Suppentag auf die Beine zu stellen“, bilanzierte Heiko Lange.

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