Teilgebiet als möglicher Standort

Endlager-Suche: Eitzendorf kommt infrage

Kommt das Endlager nach Eitzendorf? Der Ort ist im Auswahlverfahren.
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Kommt das Endlager nach Eitzendorf? Der Ort ist im Auswahlverfahren.

Eitzendorf – Während vor gut zwei Wochen noch großes Rätselraten und Unwissenheit im Rat Magelsen beziehungsweise bei der Verwaltung der Samtgemeinde Grafschaft Hoya herrschten (wir berichteten), steht nun fest: Eitzendorf in der Gemeinde Hilgermissen ist ein möglicher Standort, der als Endlager für hoch radioaktiven Atommüll infrage kommt. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor, der jetzt in Berlin vorgestellt wurde. Lange war der Salzstock Gorleben als Endlager im Gespräch, ist nun aber definitiv nicht mehr Bestandteil der Diskussion.

Beim möglichen Standort in Eitzendorf handelt sich um eine 26 Quadratkilometer große Fläche im Zechstein der Salzstruktur Eitzendorf. „Das Teilgebiet weist eine Mächtigkeit von 1 080 Metern auf. Es befindet sich in einer Teufenlage von 420 Metern bis 1 500 Metern unterhalb der Geländeoberkante“, heißt es in dem Berliner Bericht weiter.

Das Ergebnis der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien habe ergeben, dass unter anderem sechs von acht Kriterien für den Referenzdatensatz Steinsalz mit „günstig“ bewertet worden seien und zwei Kriterien mit „nicht günstig“.

Der Bericht listet erst einmal alle Regionen in Deutschland auf, „die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten lassen“.

Eitzendorf ist damit eines von 90 sogenannten Teilgebieten, die sich über beinahe die gesamte Bundesfläche erstrecken. Das Verfahren selbst wird noch Jahre dauern. 2031 soll der Standort gefunden sein, ab 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden.

Geplant ist, dass das Endlager in mindestens 300 Metern Tiefe gebaut wird und von einer mindestens 100 Meter dicken Gesteinsschicht umschlossen ist.  

Der Bericht der BGE ist lesbar unter

www.bge.de

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