Holger Laurenz möchte als neuer VGH-Geschäftsführer das Schienennetz besser auslasten

Eisenbahnsparte bietet viel Potenzial

Holger Laurenz ist seit Anfang des Jahres der Nachfolger von Uwe Roggatz und leitet die Geschicke der VGH in Hoya. Foto: Horst Friedrichs

Hoya - Von Horst Friedrichs. Gute Zukunftsaussichten gibt es für Bus und Bahn: „Mit ihren beiden Standbeinen sind die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya gut aufgestellt“, sagt Holger Laurenz. Seit Jahresanfang ist er neuer Geschäftsführer des Unternehmens, das mit dem bekannten Kürzel VGH ein bedeutender Faktor des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Raum Bremen und Hannover ist. Laurenz hat den Geschäftsführerposten von seinem Vorgänger Uwe Roggatz übernommen, der aus Krankheitsgründen in den Ruhestand getreten ist (wir berichteten).

Während der Linienbusverkehr der VGH bis 2029 durch Verträge festgeschrieben und bestens ausgelastet ist, sieht Holger Laurenz in der Eisenbahnsparte der Firma noch bedeutendes Potenzial. „Der Schienentransport bietet viele Vorteile“, erklärt er im Gespräch mit der Kreiszeitung. „Ganz oben auf der Liste der Vorteile steht fraglos die Umweltfreundlichkeit des Güterverkehrs per Bahnfracht. Denn jeder Lkw weniger auf der Straße ist schließlich ein Gewinn für den Klimaschutz.“ Und verfüge ein Kunde der VGH über einen Gleisanschluss, wie etwa der Papier- und Kartonhersteller Smurfit Kappa in Hoya, sei er beim Be- und Entladen der Waggons nicht zuletzt zeitlich flexibel.

„Zurzeit ist Smurfit Kappa unser einziger Kunde im Bahnverkehr“, ergänzt Holger Laurenz. „Nun geht es darum, das Schienennetz der VGH zwischen den Bahnhöfen der Bundesbahn in Eystrup und Syke besser auszulasten.“ Die Gleisverbindung zwischen den beiden Bundesbahnstrecken sei in einem ausgezeichneten Zustand und biete deshalb durchaus höhere Kapazitäten. Die Frage nach einer Wiederbelebung des Personenverkehrs auf der Schiene kann Laurenz nicht grundsätzlich verneinen, im Augenblick aber auch nicht konkret beantworten. Was seinen umfangreichen Aufgabenbereich bei den Verkehrsbetrieben betrifft, sagt er: „Ich kann Vorschläge machen und Pläne entwickeln. Die endgültigen Entscheidungen treffen aber die Gesellschafter der VGH.“

Holger Laurenz wohnt im nordrhein-westfälischen Rahden (Landkreis Minden-Lübbecke), wo er auch aufgewachsen ist. Alle Schulformen, von der Grundschule über die Realschule bis hin zum Gymnasium, besuchte er bis zum Schluss und machte am Gymnasium der Stadt Espelkamp, nahe seinem Heimatort, das Abitur. Nach zwei Jahren Bundeswehr in Oldenburg in Holstein studierte er drei Jahre lang Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld. An der Uni Paderborn legte er schließlich sein Examen mit den Schwerpunkten Marketing und Wirtschaftsinformatik ab – mit dem Abschluss als Diplom-Kaufmann.

Während eines anschließenden Jahrs bei der Elektronikfirma Harting in Espelkamp lernte Holger Laurenz seine Ehefrau Petra kennen, deren Eltern ein Busunternehmen in derselben Stadt besaßen. Nach weiteren Stationen in der Branche, von der Mindener Kreisbahn in Herford bis hin zum Bundesbahn eigenen Busunternehmen Hanekamp in Cloppenburg traf Holger Laurenz auf Fachtagungen mit seinem Vorgänger Uwe Roggatz zusammen. Damit war der Grundstein für die Nachfolge bei den VGH gelegt.

In seiner Freizeit pflegt Holger Laurenz als Hobby den Wassersport und dabei insbesondere das Segeln und Tauchen. Für Letzteres reist er gemeinsam mit seiner Frau vorzugsweise ans Mittelmeer. Darüber hinaus ist er ein begeisterter Motorradfahrer. Sein Wohnort ist nach wie vor Rahden; für die Fahrt zum neuen Arbeitsplatz in Hoya braucht er mit dem Auto eine Stunde.

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