Einziges Frauen-Team holt sich Sieg

Fünfter Biermarathon in Eystrup: Nicht nur Männersache

Sechs Teams sind beim diesjährigen Biermarathon in Eystrup an den Start gegangen. J Fotos: Nala Harries

Eystrup - Von Nala Harries. Am Samstag ging in Eystrup zum fünften Mal der „Biermarathon“ über die Bühne. „Leider sind dieses Jahr nicht so viele Teilnehmer gekommen, aber ich denke, wir werden trotzdem eine Menge Spaß haben“, meinte Organisator Gerhard Grupe. Insgesamt sechs Teams – darunter ein Frauenduo – waren gekommen, um die rund zwei Kilometer lange Route in der Doenhausener Marschstraße zu bestreiten.

Nachdem sich alle versammelt hatten, ging es dann um 15.30 Uhr an die Startlinie. Pro Team, das jeweils aus zwei Personen bestand, musste ein Kasten Bier mit insgesamt 16 Bieren geleert werden. „Das Team, welches dann als erstes ins Ziel kommt und alle Flaschen unterwegs ausgetrunken hat, gewinnt“, erklärte Grupe. Jedoch würden die meisten das gewaltig unterschätzen. „Acht Bier pro Person hört sich ja im ersten Moment nicht viel an, die Herausforderung liegt eher darin, diese in so kurzer Zeit zu trinken“, fügte der Organisator hinzu.

Für den Marathon musste jedes Team seinen eigenen Bierkasten mitbringen, dabei war es egal, um welches Bier es sich handelte. Wichtig war nur, dass dieses einen Alkoholgehalt von mindestens 4,6 Volumenprozent hatte. „Viele denken, es wäre mit Alster oder Radler einfacher, aber durch den hohen Anteil an Kohlensäure sprudelt das Bier natürlich auch viel mehr und ist schwerer zu trinken“, erklärte ein Mitglied von Team „Affenschädel“.

Das siegreiche und einzige frauenduo: Team „Pussy-Terror“.

Außerdem gab es noch einige Spielregeln zu beachten: Beispielsweise durfte der Kasten die ganze Zeit über nicht abgesetzt werden. Auch Bier zu verschütten, wäre mit einer Zeitstrafe sanktioniert worden. Zudem mussten die Teams darauf achten, alle Kronkorken und auch den Bieröffner wieder mit ins Ziel zu bringen. Am wichtigsten war es jedoch, alle Biere bis auf den letzten Schluck auszutrinken, da am Ende die Reste aus den Flaschen in einem Schnapsglas gesammelt wurden – ist das voll, werden auch dafür Strafminuten vergeben. „Es kommt also nicht unbedingt darauf an, als erstes Team ins Ziel zu gelangen, wichtig ist eben, sich an die Regeln zu halten“, sagte Gerhard Grupe.

Einige der Teams waren schon zum wiederholten Mal dabei. Bei ihnen war bereits eine gewisse Siegesstrategie zu erkennen. „Man sollte morgens gut gefrühstückt haben und am besten vorher ganz viel Wasser trinken, das dehnt den Magen“, erklärte Team „ToMo“. Zudem sei es fatal, die ganze Strecke abzulaufen und dann erst kurz vor der Ziellinie die Biere zu trinken. „Wenn man in Bewegung ist, läuft das Bier einfach besser runter“.

Erste Flaschen ploppen früh

Kurz nach dem Start hörte man schon die ersten Kronkorken von den Flaschen ploppen und die Mannschaften marschierten los. Das Favoritenteam „ToMo“ blieb jedoch anfangs zurück, da diebeiden erst einmal alle 16 Flaschen öffneten, um sich diese Zeit unterwegs zu sparen. Schnellen Schrittes zogen sie dann an den anderen Teilnehmern vorbei und bauten einen weiten Vorsprung zu ihnen auf. Das Schlusslicht bildete das einzige Frauenteam „Pussy-Terror“, was sich später aber noch ändern sollte.

Nach rund 30 Minuten war Team „ToMo“ bereits kurz vor der Ziellinie angelangt. Sie waren zwar als Erste ins Ziel gekommen, jedoch brachte ihnen die „Schnapsglas-Kontrolle“ zwanzig Strafminuten ein. Ein fataler Fehler. Denn kurze Zeit später überquerten die beiden Frauen die Ziellinie. Überraschenderweise hatten sie die anderen Teams hinter sich gelassen und all ihre Bierflaschen restlos Schluck geleert.

Nach rund einer Stunde waren dann auch alle anderen Teilnehmer zurückgekehrt und die Siegerehrung konnte beginnen. Tatsächlich setzte sich das Frauenduo gegen die Männerteams durch. Stolz nahmen die Gewinnerinnen ihren Preis – einen kleinen goldenen Oskar – entgegen. Bier trinken ist eben nicht immer nur Männersache!

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