Frank Jester durchquert die Stadt Luzern ohne Schuhe

„Ein Traum für Barfußläufer“

Der Barfußarzt Frank Jester genießt nach seinem Marsch die Aussicht der Stadt Luzern. Foto: Jester

Hoya/Luzern - Von Rebecca Göllner-martin. Er hat es wieder getan, Frank Jester hat seine Schuhe und Socken im Schrank gelassen und sich ohne Schusters Rappen auf den Weg durch die Stadt Luzern in der Schweiz gemacht. Damit hat er nach New York und Paris eine weitere Metropole von seiner To-do-Liste streichen können.

Der Startpunkt der jüngsten Tour war im Osten Luzerns die Ortschaft Meggen, das Ziel war Hellbühl im Westen. Gut vier Stunden brauchte der sogenannte Barfußarzt für die Durchquerung. Und das bei Temperaturen von gerade einmal zwei bis vier Grad Celsius.

„Faszinierend war, wie sauber die Straßen und Bürgersteige sind“, sagt Jester rückblickend. Der Untergrund der Schweizer Straßen ist laut seinen Angaben „ein Traum für einen Barfußläufer“: sehr glatt, sauber und fast frei von kleinen Steinchen.

Eine kleine Herausforderung hätten die zum Teil spürbaren Höhenunterschiede zu den norddeutschen Gefilden dargestellt. Am schönsten sei die abendliche Skyline von Luzern mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund gewesen.

Die warm eingepackten Einwohner Luzerns hätten Frank Jester auf seinem Marsch stets freundlich gegrüßt, wenn er an ihnen vorbei flanierte, beschreibt der Barfußläufer. „Und senkten dann erst den Blick auf die bloßen Füße“, erklärt er. Eine Frau habe zu ihm gesagt: „Das ist doch bestimmt kalt. Aber soll ja sehr gesund sein.“ Nur mit Hemd und Hose bekleidet, habe es wohl doch den einen oder anderen verwundert, wie der Hoyaer die nebelfeuchte Kälte so spärlich angezogen am Abend überstehen konnte. Das Temperaturempfinden Jesters habe sich, seitdem er die Schuhe vor vier Jahren an den Nagel gehängt hat, geändert: „Im Winter benötige ich kaum eine Jacke, da der Körper den Heizthermostat nach oben zu drehen scheint und ich mehr innere Wärme verspüre“, sagt der Arzt.

Das Fazit Jesters lautet: „Eine nachahmenswerte Wanderung durch eine bezaubernde Stadt – gerne auch beschuht.“

Aber warum macht Frank Jester das überhaupt? „Ich möchte die Bewegung in der Bevölkerung fördern, um ernsthafte Krankheiten zu vermeiden“, beschreibt der Mediziner. Schon zehn Minuten Bewegung und schwitzen täglich könnten das Risiko einer Herzerkrankung vermindern. Auf die ursprüngliche Idee habe ihn seine Tochter Josie gebracht, die fast den ganzen Tag ohne Schuhe um ihn herumgesprungen sei. „Da habe ich gedacht, wenn sie das macht, dann kann ich das auch.“

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