DRK-Mitarbeiter wechseln nach Nienburg / „Es gibt keine Entlassungen“

ASB übernimmt im Januar die Rettungswache in Hoya

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Für das DRK ist am 31. Dezember Schluss in der Rettungswache Hoya.

Von Michael Wendt. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betreibt ab Januar den Rettungsdienst in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Der Landkreis hatte ihn dieses Jahr neu ausgeschrieben. Die bisherigen Rettungsdienst-Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) übernehmen andere Aufgaben.

„Entlassungen gibt es keine“, sagt DRK-Kreisverbands-Geschäftsführer Martin Krone auf Nachfrage unserer Zeitung. „Im Gegenteil: Dadurch, dass wir andere Aufgaben übernehmen, stellen wir sogar noch Leute ein.“ Die bislang in Hoya tätigen Mitarbeiter arbeiten künftig in Nienburg, einige wenige auch im Südkreis, sagt Krone. Er verweist auf eine gemeinsame Pressekonferenz von Landkreis und Rettungsdiensten, die für Januar angesetzt sei. Dabei soll die rettungsdienstliche Versorgung im gesamten Kreisgebiet verdeutlicht werden.

In Nienburg wird das DRK ab 2016 erstmals einen Schwerlast-Rettungswagen für übergewichtige Personen stationieren, teilt der Pressesprecher des Landkreises, Torsten Rötschke, schon jetzt mit.

Die Bereitschaft des DRK in Hoya und die in der Grafenstadt stationierte Schnell-Einsatz-Gruppe der Johanniter sind von den Änderungen nicht betroffen. Sie kommen weiterhin bei großen Unglücken zum Einsatz oder wenn der reguläre Rettungsdienst ausgelastet ist.

Notarzt wird weiterhin vom DRK gestellt

Ebenfalls nicht betroffen ist der Notarzt in der Rettungswache Hoya. Diese Position war nicht Teil der Ausschreibung. Der Notarzt wird wie bislang vom DRK gestellt (sein Fahrzeug hingegen vom ASB).

Bei der Ausschreibung des Rettungsdiensts hatte der Landkreis drei sogenannte Lose gebildet. Das Los 1, die Rettungswache in Nienburg und den Standort Marklohe, übernimmt das DRK. Los 2 mit den Rettungswachen in Warmsen, Steyerberg und Stolzenau geht an eine Bietergemeinschaft aus ASB und DRK, das Los 3 mit den Rettungswachen in Steimbke, Rehburg und Hoya an den ASB.

Hoya ganz im Norden und Rehburg im Süden des Kreises in einem Los – wie kam das zustande? „Im Rahmen der Ausschreibung waren Lose zu bilden, die vom Einsatzaufkommen her wirtschaftlich betrieben werden können“, erklärt Torsten Rötschke. „Die Rettungswache Hoya hätte diese Voraussetzung alleine nicht erfüllt, und sie Nienburg zuzuschlagen, hätte den Bereich zu groß werden lassen.“

Rötschke weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Rettungsleitstelle in Stadthagen die Rettungsmittel abhängig von ihrer Verfügbarkeit und Nähe zum Einsatzort einsetzt.

Beauftragung des ASB für mindestens sechs Jahre

Die Beauftragung des ASB zur Übernahme des Rettungsdiensts Hoya erfolgt für sechs Jahre – mit der Option, sie zwei Mal um je zwei Jahre zu verlängern.

In der Grafenstadt stationiert der ASB künftig ein Notarzt-Fahrzeug, das mit einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt ist, sowie einen Rettungswagen mit zwei Rettungsassistenten. Sie sind jeweils rund um die Uhr einsatzbereit. In der Zeit von 9 bis 21 Uhr sichert zudem täglich ein weiterer Rettungswagen (mit zwei Rettungsassistenten) die Versorgung.

Die Rettungswache bleibt am bisherigen Standort an der Von-Kronenfeldt-Straße.

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