Förderanträge jetzt stellen

Dorferneuerung in Schweringen und Hilgermissen läuft noch bis 2020 und 2023

Das Dach eines Nebengebäudes in Schweringen vor und nach der Sanierung. Foto: SAMTGEMEINDE GRAFSCHAFT HOYA
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Das Dach eines Nebengebäudes in Schweringen vor...

Hilgermissen/Schweringen – Die Gemeinde Schweringen ist seit 2009 und die Gemeinde Hilgermissen seit 2014 im Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen (wir berichteten). In Schweringen läuft das Programm noch bis Ende 2020, in Hilgermissen bis Ende 2023. Wer im nächsten Jahr in einem der beiden Gemeinden eine Sanierungsmaßnahme durchführen möchte, müsse den Förderantrag bis zum 15. September beim Amt für regionale Landesentwicklung in Sulingen (ArL) einreichen, teilt Antje Hill von der Samtgemeinde Grafschaft Hoya mit. Der Antrag könne auch bis zum 12. September im Rathaus Hoya (Schlossplatz 2) abgegeben werden. Die Mitarbeiter würden diesen dann an die Bewilligungsstelle weiterleiten.

Ziel einer solchen Dorferneuerung sei es, die Eigenarten eines Dorfs, vor allem das Ortsbild und den dörflichen Charakter zu erhalten. „Hilgermissen und Schweringen sind geprägt von alten landwirtschaftlichen Gehöften. In Hilgermissen kam der Wunsch zur Sanierung auch deutlich aus der Bevölkerung“, erklärt Hill.

Förderfähige Maßnahmen

Zum Hintergrund: Die Gemeinde Hilgermissen, bestehend aus acht Ortsteilen, wurde als „Dörferverbundregion“ in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. In dem Dorf stehe insbesondere die gemeinsame Entwicklung im Vordergrund. Diese solle sowohl durch öffentliche als auch private Maßnahmen erreicht werden. Gefördert werden deshalb unter anderem Maßnahmen zur Erhaltung und Gestaltung land- und forstwirtschaftlicher Bausubstanz mit ortsbildprägendem Charakter, die Umnutzung solcher Anlagen in Wohn-, Arbeits- oder Freizeitzwecke sowie die Anpassung dieser Gebäude an die Erfordernisse zeitgemäßen Wohnens und Arbeitens. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zur Sanierung von Dächern, Fassaden, Fenstern und Türen sowie die Befestigung von Hofflächen und die Restaurierung von Zäunen und Einfriedungen. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen laut Informationen der Samtgemeinde Grafschaft Hoya zudem auch die Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse und der Aufenthaltsqualität von Straßen, Wegen und dörflichen Plätzen sowie die Gestaltung dörflicher Freiflächen, Plätzen und Ortsrändern. Darüber hinaus gehöre dazu noch die Schaffung, Erhaltung, Verbesserung und den Ausbau von Freizeit- und Erholungseinrichtungen und der Erwerb von bebauten Grundstücken in Verbindung mit zuvor aufgeführten Vorhaben.

... und nach der Sanierung. 

„Jeder, der ein altes Haus hat, welches eine Sanierung benötigt, kann einen Antrag auf Förderung stellen. Der Fördersatz beträgt jeweils 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten“, erklärt Hill. Laut Angaben der Samtgemeinde Hoya liege die Grenze für eine Mindestförderung für private Vorhaben bei 2 500 Euro. Zudem würde es Höchstfördergrenzen für einzelne Gebäude geben. Diese liegen zwischen 25 000 und 50 000 Euro. Bezuschusst können diesbezüglich nur bare Ausgaben, Eigenleistungen würden grundsätzlich nicht gefördert, Material jedoch bezuschusst werden.

Bereits realisierte Projekte

In Schweringen seien in den vergangenen Jahren verschiedene öffentliche Projekte mithilfe von Zuschüssen aus der Dorferneuerung bereits umgesetzt worden, teilt Hill mit. Dazu zählen beispielsweise der Ausbau der Straße Zur Alten Eiche, Zum Sportplatz, Twachte und Meyer-Seeken-Straße sowie die Umgestaltung des Birkenwegs und die Sanierung Alte Schule Holtrup. Das Investitionsvolumen habe sich dabei auf rund 560 000 Euro belaufen. Dank des Dorferneuerungsprogramms bekam Schweringen davon circa 271 000 Euro bezuschusst. „Von der Gemeinde ist weiterhin keine weitere Maßnahme geplant, Privatpersonen können trotzdem noch Anträge stellen“, meint Hill. In Schweringen läuft das Programm zum 31. Dezember 2020 aus, dies bedeute für Antragsteller, dass nur noch in diesem Jahr Förderanträge gestellt werden können.

In Hilgermissen seien Informationen der Samtgemeinde bereits folgende Projekte in Angriff genommen worden: die Anlegung des Skulpturenpfads entlang des Weser-Radwegs, die Neugestaltung des Wecholder Burbrinks sowie das Neupflastern des Bäckerwegs in Eitzendorf. „Zudem ist noch der Bau eines Fußwegs in Eitzendorf geplant“, sagt Hill.

Wichtiges zu den Anträgen

Neben den Antragsvordrucken seien bei einer Antragstellung auch Kostenvoranschläge einzureichen. Aufgrund der hohen Auslastung der Baufirmen rät die Samtgemeinde den Antragstellern, sich frühzeitig mit den Handwerkern in Verbindung zu setzen, damit diese noch fristgerecht Kostenvoranschläge vorbereiten können.

Besonders wichtig sei, dass die Maßnahme nicht begonnen werden darf, bevor der Bewilligungsbescheid vom ArL vorliegt. Ansonsten sei keine Förderung mehr möglich. Auch die Auftragsvergabe an eine Firma gelte als Maßnahmenbeginn.

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