Projekt kostet 80 000 Euro – Förderung aus Dorferneuerung könnte einen Großteil der Summe decken

Dörpsverein Eitzendorf bekommt eine Schutzhütte

Wechold – „Nicht mal bei Hoyaer Samtgemeinderatssitzungen gibt es so viele Zuhörer wie hier bei uns in der Gemeinde Hilgermissen.“ Mit dieser Feststellung eröffnete Bürgermeister Johann Hustedt die jüngste Gemeinderatssitzung im Gasthaus Thielhorn, Wechold (wir berichteten): Die vorhandenen Plätze im Saal reichten eben aus, um all die Einwohner aufzunehmen, die sich für die Debatten der Ratsmitglieder interessierten. Und nicht nur das: Auch mit regen Wortmeldungen nutzten die mehr als 30 Zuhörer die beiden Einwohnerfragestunden.

Bürgermeister Johann Hustedt (Wählergemeinschaft, WG), Gemeindedirektor Wilfried Imgarten und die Mitglieder des Gemeinderats blieben keine Antworten auf die vielen Fragen der Bürger schuldig. Da ging es um Straßen und Wege und deren etwaigen Ausbau, um Seitenränder und deren mögliche Befestigung, aber auch um Gestaltung und Verschönerung der Ortsteile. Der Bau öffentlicher Toiletten wurde angeregt, vor allem in Hinblick auf die wachsende Zahl von Touristen auf dem Weserradweg.

Einwohnerfragen

Gleich mehrere Anfragen gab es zum Thema Breitbandausbau und schnelles Internet. Gemeindedirektor Imgarten erläuterte dazu den Stand der Dinge. Bürgermeister Hustedt verwies auf Wirtschaftsförderer York Schmelter , der nähere Informationen geben könne. Zu einer Frage bezüglich der Verlängerung des Radwegebaus an der Landesstraße Loge-Martfeld bis zur Abzweigung in Richtung Wechold erklärte Johann Hustedt: „Gespräche darüber werden geführt.“

Straßenausbau

Das Hilgermisser Langzeitthema Straßennamen wurde ebenfalls gestreift, gibt es doch Irritationen wegen „vorauseilend“ und privat aufgestellter Straßenschilder, die immer noch nicht entfernt wurden – trotz des Ratsbeschlusses gegen die Straßenbeschilderung. Dazu gab es seitens Bürgermeister und Gemeindedirektor den Hinweis, dass die betreffenden Schilder „amtlich“ dann entfernt werden können, wenn sie eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstellen.

Die Übernahme der bisherigen Gemeindeverbindungsstraße 8 (Landesstraßen 201 – 331) in die gemeindliche Baulast nach Ausbau dieses Straßenzugs zwischen Mehringen und Heesen wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung gebilligt. Ratsmitglied Lüder Görtmüller (WG): „Ich stimme nicht zu. Die Samtgemeinde baut die Straße aus und übergibt sie dann der Gemeinde. Die Samtgemeinde sollte sich ihrer Verantwortung bewusst sein und die Straße erneuern und dann auch weiterhin pflegen.“ Ratsmitglied Tim Stegemann (WG) hielt dem entgegen: „Ich stimme der Übernahme durch die Gemeinde zu, weil die Notwendigkeit nachvollziehbar ist.“

Zuschuss gewährt

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Errichtung einer Schutzhütte auf dem Grundstück Eitzendorf 20 vorzufinanzieren und dafür einen Zuschuss an den Dörpsverein Eitzendorf zu gewähren. Gemeindedirektor Imgarten erläuterte die Einzelheiten. Der Zuschuss solle 14000 Euro betragen, höchstens aber 15 000 Euro. Die Gemeinde finanziere die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 80 000 Euro vor. Davon trage der Dörpsverein zehn Prozent. Als Zuschuss aus der Dorferneuerung würden rund 60 000 Euro erwartet. Ratsmitglied Ralf Winkler (WG) schilderte die aktuelle Situation des Dörpsvereins, dessen Mitgliederzahl mittlerweile auf 108 angewachsen sei. Lüder Görtmüller lobte das Engagement des Vereins und gab zu bedenken, dass die Gemeinde bei der Höhe des Zuschusses darauf achten müsse, die Förderhöhe nicht zu beeinträchtigen. Uwe Hopmann (Wählerinitiative für Hilgermissen, WfH) sagte: „Dies ist eine tolle Förderung. Für rund 20 000 Euro bekommen wir ein Projekt von 80 000 Euro. Bei anderen Zuschüssen sollten wir auch an einen solchen Rahmen denken.“ Tim Stegemann betonte: „Beim Bau der Schutzhütte sollten wir auch heimische Firmen berücksichtigen.“ Dirk Prange (WfH): „Ich vermisse die Beteiligung anderer Vereine.

Verbindungsstraße

Die Gemeinde Hilgermissen übernimmt die Trägerschaft für die Herstellung eines Wegs an der Kreisstraße 142 zwischen den Grundstücken 12 und 20; diesen Beschluss fasste der Gemeinderat einstimmig – unter der Voraussetzung, dass der Weg nach Herstellung durch den Landkreis übernommen wird. Falls die Straßenbauverwaltung den erforderlichen Ausbauplan nicht erstellen könne, solle ein geeignetes Ingenieurbüro damit beauftragt werden.  hfr

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