Diskussionsabend zur Gefahrenstelle Bahnüberführung / Verbesserungsvorschläge erarbeitet

ADFC wünscht sich Tunnel in Eystrup

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Die Rampe des Schwarzen Wegs ist zu schmal, kritisiert der ADFC. „Der ursprünglich geplante Fahrrad- und Fußgängertunnel wurde seinerzeit aus Kostengründen nicht realisiert,“ sagt Günther Struß (Bildmitte) vom ADFC aus Eystrup.

Eystrup - Von Horst Friedrichs. Klarer Favorit ist ein Tunnel: Mögliche Problemlösungen für die gefährliche Situation auf der Überführung der Landesstraße 200 am Schwarzen Weg in Eystrup erörterten am Freitagabend Mitglieder und Gäste des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) im Eystruper Gasthaus „Zur Linde“. Berthold Vahlsing aus Nienburg, Vorsitzender des ADFC-Kreisverbands, leitete die Diskussionsrunde. Die Teilnehmer erarbeiteten verschiedene Vorschläge, die nun der Gemeinde Eystrup übermittelt werden sollen.

Klagen, Beschwerden und letztlich Unfälle häufen sich am Schwarzen Weg, der am Eystruper Ortsrand in Richtung Hämelhausen von der Bahnüberführung geteilt wird. Mithilfe von Kartenmaterial und Fotos verschafften sich Berthold Vahlsing und die Teilnehmer des Themenabends zunächst einen Überblick über die Gegebenheiten an dem Gefahrenpunkt. Erst vor kurzem war dort ein Motorradfahrer tödlich verunglückt.

Die Gemeinde, so Vahlsing, wolle Abhilfe schaffen und habe ein Planungsbüro mit der Lösungssuche für die Landesstraßen-Querung beauftragt. Vermutlich im September wolle sie die Ergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Anhörung präsentieren. Der ADFC werde daran teilnehmen und der Verwaltung zuvor die am Freitagabend umrissenen Vorschläge schildern.

Wie Vahlsing weiter berichtete, sei der ADFC bereits an einer Expertenrunde beteiligt gewesen, die sich mit der Straßenverkehrssituation am Schwarzen Weg befasst habe. Für viele Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer aus dem Bereich Doenhausen, aber auch aus Gandesbergen, sei der Schwarze Weg die kürzeste Verbindung zum Bahnhof in Eystrup. Die Zufahrtsrampen zu der wegen der nahen Eisenbahnbrücke erhöhten Überführung seien deutlich zu schmal.

Das Dilemma: Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer müssen sich die engen Fahrbahnabschnitte mit Lkws, Bussen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen teilen. Da, so Gesprächsteilnehmer, bleibe manches Mal nur die Flucht hinter die Leitplanke.

Ein beleuchteter Tunnel für Fußgänger und Radfahrer war bereits in der ursprünglichen Planung für die Überführung enthalten; die Zufahrten dafür sind sogar noch vorhanden. Doch das Projekt wurde aus Kostengründen fallen gelassen. Am Freitagabend sprachen sich die ADFC-Mitglieder eindeutig dafür aus, den Tunnelplan umzusetzen. Dieser Vorschlag steht als Favorit an erster Stelle der Liste, die im Gasthaus „Zur Linde“ aufgestellt wurde.

Eine Alternative zum Tunnel, so die Diskussionsteilnehmer, wäre eine Verbreiterung der Zufahrten. Dies werde aber wohl genauso teuer wie ein Tunnel; überdies bliebe das Risiko der nach wie vor notwendigen Querung der Landesstraße.

Erörtert wurden außerdem eine mögliche Schließung der Zufahrten, eine Ampelanlage oder eine Einbahnstraßenregelung. Auch bei diesen Möglichkeiten, so betonte Berthold Vahlsing, bleibe die Fahrbahnverbreiterung notwendig. Der Idee eines Kreisverkehrs anstelle der Kreuzung wurden wenig Chancen auf Verwirklichung eingeräumt.

Beim Treffen der Expertenrunde sei ebenfalls ein Tunnel oder eine Verbreiterung der Zufahrten vorgeschlagen worden, berichtete Berthold Vahlsing. Zwei weitere Lösungsmöglichkeiten, etwa auf halber Höhe zwischen dem Kreisverkehr an der Bahnhofstraße und der Überführung einen Weg über die Landesstraße – vom Schwarzen Weg in Richtung Bahnhof – zu schaffen, habe der ADFC abgelehnt. Als Begründung nannt Vahlsing die hohen Geschwindigkeiten, die an der betreffenden Stelle trotz der Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h gefahren würden.

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