Samtgemeindebürgermeister und zwei Verwaltungsmitarbeier sind infiziert

Detlef Meyer an Corona erkrankt

Insgesamt 15 Mitarbeiter des Rathaus-Teams befinden sich derzeit in Quarantäne, drei von ihnen sind an Covid-19 erkrankt, zu ihnen zählt auch Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer.
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Insgesamt 15 Mitarbeiter des Rathaus-Teams befinden sich derzeit in Quarantäne, drei von ihnen sind an Covid-19 erkrankt, zu ihnen zählt auch Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer.

Hoya – Er fühlt sich noch ziemlich erschöpft, aber es geht ihm wieder besser. Das berichtet Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer auf Nachfrage der Kreiszeitung. Er sei in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getestet worden und ist damit einer von drei Verwaltungsmitarbeitern im Hoyaer Rathaus, die mit dem Virus aktiv infiziert sind. Zwölf weitere Kollegen, so berichtet Meyer, seien vom Gesundheitsamt des Landkreises aufgrund des Kontakts zu den Erkrankten bis zum 27. November in Quarantäne geschickt worden.

Während der Samtgemeindebürgermeister und ein weiterer Kollege unter Symptomen wie Abgeschlagenheit, Fieber und Husten litten, sei der dritte im Rathaus Infizierte weitestgehend symptomfrei, berichtet Meyer.

In der vergangenen Woche habe er sich aus dem Tagesgeschäft herausgehalten und geschont, sagt das Samtgemeindeoberhaupt. Seit dieser Woche arbeite er so gut es eben gehe von zu Hause aus und bereite beispielsweise die anstehenden Sitzungen im Dezember vor. Auch die weiteren Mitarbeiter, welche sich in Quarantäne befänden, hätten über einen sogenannten VPN-Tunnel die Möglichkeit, im Homeoffice ihre Tätigkeiten weiterhin auszuüben. „Alles läuft mit nur wenigen Einschränkungen wie gewohnt weiter“, versichert der Samtgemeindebürgermeister. Lediglich die Gremienarbeit würde etwas zurückstecken müssen. „Da haben wir einige Termine verschieben müssen“, sagt Detlef Meyer.

Die Arbeit hinter den verschlossenen Türen der beiden Rathäuser stünde währendessen nicht still. Der Bürgerservice und die Kfz-Zulassung seien wie bisher verfügbar. Das Betreten der Gebäude sei jedoch grundsätzlich nur mit einer vorherigen Terminabsprache möglich. Diese Maßnahme gelte dem Schutz der Mitarbeiter und Bürger.

Wo Detlef Meyer sich mit dem Virus infiziert haben könnte, sei nur schwer nachzuvollziehen. Er habe durch seinen Job viele Kontakte, sodass eine Nachverfolgung auch für das Gesundheitsamt nicht einfach sei. Mit diesem stehe er im täglichen Kontakt und müsse eine Art Tagebuch führen. „Die Begleitung durch das Gesundheitsamt ist sehr gut, wir fühlen uns gut betreut“, beschreibt Detlef Meyer auch im Namen seiner Kollegen. Nach seiner Rückkehr in das Rathaus wolle er es vorsichtig angehen lassen. „Über mögliche Folgeschäden dieser Krankheit ist ja noch nicht viel bekannt“, nennt er den Grund dafür

Kommentar

Wer kennt es nicht? Ist man krank und fühlt sich hundeelend, möchte man am liebsten einfach nur seine Ruhe haben. Das steht auch einem Samtgemeindebürgermeister zu. Dennoch hätte ich mir, nachdem vergangene Woche die Meldung über eine Quarantäne-Maßnahme im Rathaus öffentlich wurde, mehr Transparenz gewünscht. In dem Schreiben der Verwaltung hieß es lediglich, dass „wegen einer Covid-19-Erkrankung einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch das Gesundheitsamt in Quarantäne versetzt worden seien“. Kein Wort darüber, dass auch Detlef Meyer davon betroffen ist. Er ist immerhin wichtigster Ansprechpartner in der Samtgemeinde. Auch die Bürger hätten sich meiner Ansicht nach besser informiert gefühlt. Zudem hätte es weniger Raum für Spekulationen und Gerüchte gegeben. Deshalb wiederhole ich meinen Appell: Ein bisschen mehr Transparenz, bitte! Ich wünsche allen eine gute Besserung!

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