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Neugestaltung der Deichstraße: Stadt Hoya plant Abriss für Sommer

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Von: Nala Harries

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Das Bild der Deichstraße soll sich verändern: Die Stadt plant, einige Gebäude abzureißen und den Bereich zur Weser hin zu öffnen.
Das Bild der Deichstraße soll sich verändern: Die Stadt plant, einige Gebäude abzureißen und den Bereich zur Weser hin zu öffnen. © nala harries

Hoya – Die letzte Party ist gefeiert, und die Lichter in der Weserkneipe sind erloschen. Denn schon bald sollen dort die Bauarbeiter anrücken und mit den Abbrucharbeiten an der Deichstraße beginnen. „Irgendwann müssen wir schließlich anfangen“, sagt Bauamtsleiter Rolf Walnsch. Und dieser Zeitpunkt ist jetzt ein Stück näher gerückt.

Nach einem Rechtsstreit mit einem Eigentümer (wir berichteten) habe sich die Stadt nun die Grundstücke 20 bis 26 sichern können. Auch der kleine Platz, auf dem aktuell Radfahrer und Spaziergänger Rast machen und den Blick auf das Wasser genießen können, sei im Eigentum der Kommune. „Es gab einen Vergleich beziehungsweise Kompromiss. Demnach behält der Eigentümer die Hausnummer 16“, erläutert Walnsch das Ergebnis des Verfahrens. Wie der Besitzer vor einiger Zeit gegenüber der Kreiszeitung angab, könnte er sich dort eine kombinierte Nutzung vorstellen. Dabei sprach er beispielsweise von einem gastronomischen Angebot im Erdgeschoss, Büro- und Wohnräumen darüber sowie von einem Hotel.

Bis die Abrissarbeiten tatsächlich beginnen können, ist jedoch noch einiges zu tun: Unter anderem müssen die Gebäude leer geräumt und weitere Vorbereitungen getroffen werden. „Zudem bereiten wir gerade die Ausschreibungen für die Abbrucharbeiten vor. Damit sind wir aber so gut wie fertig“, erläutert Walnsch die aktuellen Verfahrensschritte. Ein Datum, wann genau es in der Deichstraße verstärkt losgehen kann, konnte er allerdings noch nicht nennen. Die Verwaltung habe bislang darauf gehofft, die Abrissbirne parallel zu der Baumaßnahme an der Straße „Auf dem Kuhkamp“ schwingen zu können, meint Rolf Walnsch. Nach derzeitigem Stand peile man nun voraussichtlich einen Termin zum Sommeranfang an. Nimmt man ihn beim Wort, müsste der Startschuss also um den 21. Juni herum fallen, denn dann ist astronomischer Sommeranfang. Sobald die Firmen gefunden und alle Vorbereitungen getroffen sind, soll es nach Angaben des Bauamtsleiters rund sechs Wochen dauern, bis die Abbrucharbeiten abgeschlossen werden können.

Schon 2016 machte der Rat der Stadt Hoya den Weg für die Entwicklung der Deichstraße frei. Geschlossen stimmte das Gremium damals für die Aufstellung des Bebauungsplans für den Bereich Deichstraße 16 bis 26. Im Rahmen eines Investorenwettbewerbs wurden anschließend verschiedene Bauvorschläge für die Gestaltung des Gebiets eingeholt. „Die aktuellen Vorstellungen sehen eine Öffnung zur Weser hin mit verschiedenen Sitzgelegenheiten vor“, sagt Rolf Walnsch jetzt. Dies sei das „grobe Ziel“, was sich jedoch auch noch ändern könne. Aktuell sei man immer noch mit Investoren im Gespräch. Zur Verwirklichung solle es nach Angaben des Bauamtsleiters voraussichtlich im Frühjahr 2023 kommen.

2021 sahen die Pläne außerdem vor, dass die abgerissenen Häuser durch Neubauten ersetzt werden sollen. Als die Kreiszeitung im vergangenen Jahr mit Stadtdirektor Detlef Meyer noch einmal über die Entwicklung an der Deichstraße und in diesem Zuge über die Schließung der Weserkneipe sprach, sagte er: „Da muss dann natürlich etwas Neues hin, ein Bistro oder vielleicht wieder eine Kneipe.“ Demnach bleibt zu hoffen, dass die „Party“ dort also nur eine Pause einlegt und die Lichter in Zukunft wieder angehen werden.

Von Nala Harries

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