Zukunftspläne mit Covid-19

ASB Corona-Testzentrum in Hoya: So teuer sind die Abstriche ab 11. Oktober

Hoya ist in der Samtgemeinde nun die einzig verbleibende Anlaufstelle für diejenigen, die sich testen lassen müssen. Der ASB ist dort weiterhin im Einsatz.
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Hoya ist in der Samtgemeinde nun die einzig verbleibende Anlaufstelle für diejenigen, die sich testen lassen müssen. Der ASB ist dort weiterhin im Einsatz.

Hoya – Hoya ist mittlerweile die einzige Anlaufstelle in der Samtgemeinde für die diejenigen, die sich testen lassen müssen. Die müssen bald tief in die Tasche greifen.

Die Anlaufstelle in Hassel ist dicht, die Apotheken nehmen keine Corona-Abstriche mehr vor und jetzt hat auch noch die Teststelle in Bücken ihre Türen geschlossen. Vor wenigen Monaten schossen die Testzentren noch wie Unkraut aus dem Boden. Doch jetzt, seitdem viele Menschen bereits gegen das Virus geimpft sind, ist der Bedarf erheblich gesunken und demzufolge eine Aufrechterhaltung des großen Angebots nicht mehr notwendig.

Die einzige Anlaufstelle in der Samtgemeinde für diejenigen, die sich testen lassen müssen, ist nun Hoya. Und dabei bleibt es vorerst auch, versichert der ASB-Kreisverband Nienburg, der das Zentrum am Bahnhof 1 betreibt. Zwar geht es in der Grafenstadt wie gewohnt weiter, doch einige müssen für diese Möglichkeit jetzt tief in die Tasche greifen.

Aufgrund des gesunkenen Bedarfs hat das Team des Hoyaer Testzentrums schon einmal die Öffnungszeiten anpassen müssen. Aktuell gebe es Tage, an denen rund 120 Abstriche genommen werden. An anderen wiederrum seien es nur zwischen 50 und 60. „Zum Wochenende hin ist die Tendenz allerdings immer noch steigend“, sagt ASB-Pressesprecherin Anke Diekmann auf Nachfrage. Wie genau sich der Andrang auf das Hoyaer Zentrum entwickle – gerade in Anbetracht dessen, dass viele andere Stellen geschlossen haben –, dafür könne noch keine Prognose abgegeben werden. Daher bleibe es vorerst bei den aktuellen Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie 13 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 12 sowie von 13 bis 16 Uhr. Sonntags und feiertags sei das Testzentrum nur nach vorheriger Ankündigung geöffnet, heißt es in der Mittelung des ASB. Darüber hinaus stellt Kreisgeschäftsführer Jens Sewohl klar: „Wir behalten uns jedoch vor, dass wir die Öffnungszeiten entsprechend anpassen, wenn die Nachfrage erheblich sinken sollte.“ Falls dieser Fall eintrete, verspricht der ASB allerdings, die Öffentlichkeit rechtzeitig über die Medien zu informieren.

Zunächst können Ungeimpfte also aufatmen. Jedenfalls bis zum 11. Oktober. Dann setzt bei ihnen angesichts der hohen Preise, die dann für einen Corona-Test verlangt werden, womöglich Schnappatmung ein. Die Rede ist von 15 bis 20 Euro, kündigt der ASB an. Die Bundesregierung hat sich dazu entschieden, die Abstriche kostenpflichtig zu machen, da allen Bürgern nun ein Impfangebot vorliege. Die Summe könne im Testzentrum in Hoya entweder per Kartenzahlung oder passend in bar bezahlt werden.

Einige Gruppen sind davon jedoch ausgeschlossen: Kostenfreie Tests gibt es beispielsweise noch für Kinder unter zwölf Jahren sowie Kinder, die zum Testzeitpunkt das zwölfte Lebensjahr noch nicht länger als drei Monate vollendet haben, kündigt der ASB an. Ebenfalls nichts bezahlen für einen Corona-Abstrich müssen Personen mit einer medizinischen Kontraindikation, dazu zählen beispielsweise Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel. Auch Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen, sind von der Bezahlpflicht ausgeschlossen. Genauso wie Personen, die zum Testzeitpunkt mit dem Corona-Virus infiziert, aber symptomfrei sind. Darüber hinaus sind Abstriche noch bis zum 31. Dezember für Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, kostenlos. Wer zu einer diesen Gruppen gehört, müsse dies im Testzentrum nachweisen können. „Beispielsweise durch ein ärztliches Attest“, erklärt ASB-Pressesprecherin Anke Diekmann.

Aber was passiert mit dem Testzentrum, wenn die nächste Corona-Verordnung eine allgemeingültige 2G-Regelung (geimpft oder genesen) vorschreibt? „Das kann ich mir kaum vorstellen“, meint ASB-Kreisgeschäftsführer Jens Sewohl mit Blick in die Zukunft. Außerdem würde die Einführung von 2G in allen Bereichen nicht automatisch die Schließung aller Testzentren bedeuten. Zwar vermute er dann einen weiteren, erheblichen Rückgang des Bedarfs und man müsse sich die Frage stellen, wie sich dies wirtschaftlich weiter darstellen lasse. „Aber grundsätzlich ist jedem zu empfehlen, sich weiterhin regelmäßig testen zu lassen“, so Sewohl.

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