Termine für über 70-Jährige

Corona: Impfangebot in Hoya

Die Einfahrt der THW-Bundesschule in Hoya.
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Hier geht es zur Impfung: die Einfahrt der THW-Bundesschule in Hoya.

Jetzt also doch: Noch in diesem Monat sollen Bürger in Hoya gegen das Coronavirus geimpft werden können. Letzte Details will die Samtgemeinde zeitnah klären.

Hoya – Die Samtgemeinde Grafschaft Hoya wird Ende April den 70 bis 79 Jahre alten Bürgern die Möglichkeit geben, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Dazu soll vorübergehend ein Impfzentrum auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks (THW) eingerichtet werden, teilt Uwe Back, Leiter des Ordnungsamts der Samtgemeinde, mit. 800 Impfdosen des Wirkstoffes Astrazeneca stünden zur Verfügung. Die Aktion soll über zwei Tage laufen, aller Voraussicht nach am Samstag, 24. April, und Sonntag, 25. April.

Bis dahin ist noch viel zu tun. Spätestens am Dienstag will das Rathaus rund 1 400 Briefe auf den Weg gebracht haben, damit alle Betroffenen bis Sonnabend die benötigten Informationen vorliegen haben. Antworten auf Fragen zum Thema:

Wie komme ich an einen Termin?

Die Samtgemeinde Hoya organisiert und koordiniert die Terminvergabe. Die Anmeldung kann telefonisch oder per E-Mail erledigt werden. Die Rufnummer und die elektronische Adresse stehen bislang noch nicht fest. Kontaktdaten, Zeiten und weitere Details sollen bis Anfang der Woche geklärt sein. Das Anschreiben an die über 70-Jährigen soll alle relevanten Informationen enthalten. Für Rückfragen will das Hoyaer Rathaus eine eigene Telefon-Hotline einrichten. Bei der Anmeldung gilt das Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, malt zuerst.

Ich habe schon einen Termin in Drakenburg. Was nun?

Wer bereits einen Termin im Impfzentrum in Drakenburg hat, aber lieber das Angebot in Hoya nutzen möchte, solle das dem Landkreis Nienburg mitteilen, damit der Termin anders vergeben werden könne, sagt Sprecher Michael Duensing. Kontakt Bürgertelefon: 0 50 21 / 96 79 00, buergertelefon@lk-nienburg.de.

Und wenn ich auf der Warteliste stehe?

Das richtige Verfahren ist in diesem Fall nicht klar. Duensing sagt, Betroffene müssten sich über die Impf-Hotline des Landes (0 800/9 98 86 65) wieder abmelden. Back sagt, wer einen Termin in Hoya bekomme, würde automatisch von der Warteliste gestrichen.

Welcher Impfstoff kommt in Hoya zum Einsatz?

In Hoya wird laut Landkreis ausschließlich Astrazeneca verwendet. Im Impfzentrum Drakenburg kommt bei den regulären, vom Land vergebenen Terminen fast ausschließlich das Vakzin von Biontech zum Einsatz. Zudem gibt es dort geringe Mengen des Wirkstoffs von Moderna.

Was ist mit dem zweiten Impftermin?

Jeder, der das Impfangebot in Hoya nutzt, soll auch den zweiten Termin dort bekommen, sagt Kreissprecher Duensing. Ein genaues Datum nennt er nicht. Zwischen der ersten und zweiten Impfung mit Astrazeneca liegen üblicherweise zwölf Wochen – das würde also Mitte Juli bedeuten.

Wie sind die Impfungen in Hoya organisiert?

Das THW stellt nach eigenen Angaben die Räume – ein Unterkunftsgebäude und einen Lehrsaal – zur Verfügung. Zudem unterstützt es das Rathaus in den Tagen zuvor mit zwei Mitarbeitern an der Telefon-Hotline. Den gesamten medizinischen Bereich betreuen Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB). Es soll drei Impfstraßen in Hoya geben. Sie sollen an beiden Tagen von 8 bis 21 Uhr geöffnet sein.

Genug Parkplätze sind auf dem Gelände der THW-Bundesschule, Hasseler Steinweg 7a, vorhanden. Weil der Präsenzunterricht des THW bis Ende Juni ausgesetzt ist, herrscht dort zurzeit kaum Betrieb. Der Weg zur Anmeldung und alle weitere Schritte sollen ausgeschildert sein. Mitarbeiter von THW und ASB helfen den Besuchern, sollte es Probleme geben.

Müssen die Impfwilligen irgendwas mitbringen?

Alle Details zum Verfahren will die Samtgemeinde den Betroffenen kommende Woche in ihrem Anschreiben mitteilen. Mit dem Brief erhalten die über 70-Jährigen auch Unterlagen, die sie zu Hause ausfüllen und mit zu ihrem Termin bringen sollen.

Werden sich auch Bürger aus anderen Gemeinden in Hoya impfen lassen?

Ja, aber nur in einem konkreten Fall: Marklohe bekommt kein eigenes Impfzentrum. Für die Bürger dort organisiert die Markloher Verwaltung eigene Termine in Hoya, voraussichtlich am Dienstag, 27. April. Grundsätzlich gilt das dezentrale Angebot der Gemeinden nur für Personen, die dort gemeldet sind, betont Duensing.

Gibt es kurzfristig noch weitere Impfzentren im Kreis?

Ja, neben Hoya in Lavelsloh, Nienburg, Stolzenau und Rehburg-Loccum. Der Landkreis rechnet damit, an den fünf Standorten bis Ende des Monats 4 000 Dosen Astrazeneca verimpft zu haben. Bei den Planungen konnten die Gemeinden, die beteiligten Hilfsorganisationen und der Landkreis auf Konzepte für Zweigstellen des Drakenburger Impfzentrums zurückgreifen, die sie bereits vor Wochen entwickelt hatten. Dass in Hoya und den anderen Standorten dauerhaft ein Impfangebot gemacht werden konnte, scheiterte Mitte März daran, dass dem Landkreis – anders als erwartet – nicht genug Vakzin zur Verfügung stand.

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