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Standesamt-Statistik Hoya: Corona schreckt Liebende nicht ab

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Von: Nala Harries

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Der beliebteste Ort, um sich das Ja-Wort zu geben, war 2021 das Trauzimmer des Hoyaer Rathauses. Auch in den Vorjahren standen die Räume bei den Heiratswilligen auf Platz eins ihrer Favoritenliste.
Der beliebteste Ort, um sich das Ja-Wort zu geben, war 2021 das Trauzimmer des Hoyaer Rathauses. Auch in den Vorjahren standen die Räume bei den Heiratswilligen auf Platz eins ihrer Favoritenliste. © YAY Images/Imago-images

Samtgemeinde – Wenn Liebende sich das Ja-Wort geben, wollen sie dieses lebensverändernde Ereignis in den meisten Fällen auch ordentlich feiern. Einige beschränken dies auf den engsten Familie- und Freundeskreis, andere wünschen sich eine große Sause mit zahlreichen Gästen. Doch Corona verpasste den Party-Plänen auch 2021 einen kräftigen Dämpfer: Wer heiraten wollte, musste sich auf einige wenige Gäste beschränken.

Zudem mussten die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten, Kontakte nachverfolgt sowie in vielen Situationen eine Maske getragen werden.

Doch anscheinend schreckten diese Einschränkungen viele Paare nicht davon ab, den Verbund der Ehe einzugehen, wie jetzt aus der Statistik des Hoyaer Standesamts hervorgeht. Insgesamt 71 Eheschließungen wurden 2021 in der Samtgemeinde verzeichnet – nur sechs weniger als in den beiden Vorjahren.

Wie bereits 2019 und 2020 war auch im vergangenen Jahr das Trauzimmer im Hoyaer Rathaus die erste Anlaufstelle für Heiratswillige. „Dies ist allerdings nicht nur der Corona-Pandemie, sondern auch personellen Gründen im Standesamt geschuldet. Seit Mitte September 2021 hat die Standesbeamtin Bianca Meier nämlich Unterstützung von Andrea Riemer erhalten“, erläutert das Team des Standesamts. Dort gaben sich insgesamt 39 Paare das Ja-Wort. 2020 waren es noch 60 und 2019 45. Am wenigsten wurde das Hoyaer Trauzimmer im Jahr 2014 genutzt (27 Eheschließungen), damals war jedoch auch die Gesamtzahl der geschlossenen Ehen mit vergleichsweise 64 eher gering.

Auf Platz zwei der beliebtesten Trauorte liegt 2021 das Kulturzentrum Martinskirche mit 39 Eheschließungen. Dieser Standort erlebte im Vergleich zu den Vorjahren einen regelrechten Boom. Seit Beginn der Auswertungen 2011 haben sich dort noch in keinem anderen Jahr so viele Menschen getraut wie 2021.

Den dritten Platz belegt die Busch‘ens Mühle in Nordholz. Dort gaben sich drei Paare das Ja-Wort. Die Trauzimmer im Rathaus in Eystrup sowie im Heimathaus in Wechold und in der Mühle Margarethe in Eystrup suchte 2021 niemand auf. 2020 war das zwar noch der Fall, jedoch auch eher in geringem Ausmaß und in keinem Vergleich stehend zu den Zahlen aus Vor-Corona-Jahren.

Rund 82 Prozent der Brautpaare kamen 2021 direkt aus der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. So war es auch schon 2020. Die anderen stammten aus den Nachbargemeinden oder aus Städten wie beispielsweise Hannover, Hamburg oder auch aus Linz/Österreich.

Andrea Riemer
Andrea Riemer © Bianca Meier

Das Durchschnittsalter der Brautpaare belief sich 2021 auf 36 Jahre und ist damit im Vergleich zu den beiden Vorjahren gesunken. 2020 waren die Liebenden im Durchschnitt 38 und 2019 37 Jahre alt. Am jüngsten waren die Menschen an ihrem Hochzeitstag im Jahr 2012. Zu diesem Zeitpunkt lag das Durchschnittsalter bei 33 Jahren.

2021 entwickelte sich der Trend, sich in jungen Jahren trauen zu lassen, weiter – sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Die jüngste Braut war 19 Jahre und der jüngste Bräutigam 21 Jahre alt. Hingegen hatte die älteste Braut im vergangenen Jahr bereits ein Alter von 68 Jahren und der älteste Bräutigam ein Alter von 73 Jahren erreicht.

Der beliebteste Heiratsmonat war wie zuletzt 2017 der Juli. 2020 wollten sich Liebende noch am liebsten im Mai trauen lassen. Auf Platz zwei liegt 2021 der Dezember mit neun Eheschließungen, im vorangegangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt nur vier.

Der Trend freitagsvormittags zu heiraten, setzte sich aus den vergangenen Jahren fort. 32 Paare gaben sich 2021 kurz vor dem Wochenende das Ja-Wort, 2020 waren es 24.

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