Comedy-Club im Filmhof: Gelächter über Wohnungslasagne und „Kackofant“

„Mein Management meint: Für Hoya reicht’s“

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Mario Roggow moderierte und erzählte vom „Kackofant“.

Von Max Brinkmann. Viele Lachanfälle gab es am Freitagabend im Filmhof Hoya. Dort, in seiner „persönlichen Lieblingslocation“, moderierte Mario Roggow den Bremen-Vier-Comedy-Club – zusammen mit drei Comedians unterhielt er das Publikum im gut gefüllten Kinosaal bestens. Die Zuschauer bekamen eine Zaubershow, Urlaubsgeschichten und Berichte aus dem harten Leben eines Komikers geboten.

Den Anfang des Abends machte G. von Bamberg. Während der scherzhaften Anmoderation von Mario Roggow erfuhren die Gäste, dass der Kasseler mit seinem Programm schon in Las Vegas gewesen und gescheitert sei. „Mein Management meint: Für Hoya reicht‘s“, erklärte G. von Bamberg auf der Bühne und legte los. Er zeigte jede Menge Tricks aus seinem „Magic Koffer“, die mal mehr, mal weniger gut funktionierten: Beispielsweise stopfte er sich vier kurze Seile in eine Hand, zog zwei Enden raus und sagte: „Und jetzt ist ein langes Seil in meiner Hand… Zumindest bei guten Zauberern, bei mir funktioniert das nicht.“

Nach der lustigen Zaubershow kam Andrea Volk auf die Bühne. Die gebürtige Duisburgerin berichtete von einem Urlaub mit ihrem Mann Frank und einem befreundeten Paar auf einem Campingplatz in Schleswig-Holstein. Dabei ging sie auf die Unterschiede zwischen Mann und Frau ein. „Männer sind im Urlaub ja schon mit Bier und Grillen zufrieden“, scherzte die Komikerin. Des Weiteren erwähnte sie die unkomfortablen Seiten eines Campingplatzes, zum Beispiel den zu engen Schlafsack und das unendlich weit entfernte Waschhaus, das man in der Nacht erst mal erreichen müsse.

Als nächster Gast trat der „frühere Türke“ Özcan Cosar auf. Er habe ein schweres Leben, sagte er, und ließ die Zuschauer daran teilhaben. Zunächst berichtete er von seinen Erlebnissen als Spermium, wie er das Rennen zur Eizelle gewann und schließlich zum Embryo wurde. Bei der Geburt wies er dann gleich mal den Arzt mit den Worten „Fass meine Mutter nicht an“ zurecht. Auch als Kind hatte er es in einem der härtesten Viertel in Stuttgart, wo er als einziger zur Realschule ging, nicht leicht, erzählte er weiter.

Nach einer Pause, in der sich das Publikum beruhigen und die Lachmuskeln für die zweite Hälfte vorbereiten konnte, schilderte Moderator Roggow seine etwas seltsamen Erlebnisse in einem Buchladen. Eigentlich wollte er nur das Kinderbuch „Die kleine Raupe Nimmersatt“ für seinen Sohn kaufen. Doch die Angestellte meinte, das Buch vermittle ein falsches Weltbild und empfahl ihm stattdessen „Der Kackofant“. Darin geht es laut Klappentext um ein Wesen, das immer „zum richtigen Zeitpunkt einen großen Haufen macht“.

Danach kam Zauberer G. von Bamberg ein zweites Mal auf die Bühne, diesmal jedoch ohne seinen „Magic Koffer“. Er erzählte nun allerhand witzige Anekdoten aus seinem Studentenleben. Für ihn war es immer ein Abenteuer, wenn er etwas in seiner „dreischichtigen Wohnungslasagne“ suchen musste.

Dann war Andrea Volk wieder an der Reihe. Nach einigen gekonnt schlechten Witzen knüpfte sie an ihr Programm aus dem ersten Teil an und erzählte lachhafte Geschichten von Urlauben auf einem Kreuzfahrtschiff und in Griechenland. Dabei schlüpfte sie sogar kurzzeitig in die Rolle zweier Mücken.

Den Abschluss machte Özcan Corsar, Gewinner des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg. Nach Auftritten bei Stefan Raabs Fernsehshow „TV Total“ dachten einige aus seinem Umfeld, dass er nun reich sei. Dabei verdiene er nur 100000 Euro die Minute, witzelte er. Er berichtete von seiner Flugangst und gab dem Publikum Tipps, wie es mit seinen eigenen Ängsten umgehen könne.

Nach knapp drei Stunden und unzählbaren Lachern neigte sich der Abend im fast ausverkauften Filmhof Hoya dem Ende zu. Die vier Künstler verabschiedeten sich unter lautem Applaus und die begeisterten Zuschauer verließen den Saal.

Wann der Bremen-Vier-Comedy-Club das nächste Mal in Hoya gastiert, steht noch nicht fest.

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