Chor mit Orchester in Bücker Kirche

Erstklassiger Konzertabend

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Das Konzert des Schubertchors aus Achim lockte zahlreiche Zuhörer in die Bücker Stiftskirche. Das Programm passte perfekt zum Ort der Aufführung.

Bücken - Von Heide Wirtz-Naujoks. Zu ihrem ersten gemeinsamen Auftritt fanden sich am Sonntagabend der „Schubertchor Achim“ und das Orchester „Sinfonietta Aller-Weser“ aus Schwarme in der Stiftskirche Bücken ein.

Chorleiter Raimund Limpinsel übernahm die musikalische Leitung. Mit einleitenden Worten erläuterte er die ungewöhnliche Zusammenstellung des Programms, das Werke aus unterschiedlichen Epochen der Musikgeschichte miteinander vereinte.

Zu Beginn brachten die vier Gesangssolisten Kerstin Dietl (Sopran), Christiane Artisi (Alt), Dennis Egel (Tenor) und Joachim Gebhardt (Bass) ein Chorwerk von Carl Orff (1895-1982) a cappella zu Gehör. Der Komponist, der dafür bekannt ist, dass er stilistisch sehr eigenwillige Wege ging, hat das „Wessobrunner Gebet“ vertont, das als ältester bekannter christlich-religiöser Text der deutschen Literatur gilt. Es wurde bereits im Jahr 814 von einem Mönch geschrieben und jetzt in Bücken von den Sängern originalgetreu in althochdeutscher Sprache vorgetragen.

Die Komponisten Mozart (1756-1791) und Elgar (1857-1934) vertonten beide den Text des „Ave verum corpus“, bei dem es sich um die Anfangsworte eines spätmittelalterlichen Reimgebets in lateinischer Sprache handelt. Mit der Aufführung der beiden Stücke stellten sie eine klassische und eine Komposition aus dem 20. Jahrhundert gegenüber. Die heute bekannteste und am häufigsten aufgeführte Version ist die von Wolfgang Amadeus Mozart.

Der englische Komponist Edward Elgar, der als einer der bedeutendsten Vertreter der musikalischen Spätromantik gilt, schrieb 1892 die „Serenade e-Moll für Streicher, op. 20“. Das Streicherensemble des Orchesters brillierte bei dem Stück aus drei Sätzen.

Nach einer kurzen Pause kamen Mozartfreunde voll auf ihre Kosten: bei der „Missa in C“, einem der namhaften Kirchenwerke Mozarts. Er komponierte es für vierstimmigen Chor, Soli und Orchester. Die aufführenden Akteure ließen keine Wünsche offen. Die vier Gesangssolisten entfalteten ihre Stimmen und füllten den Kirchenraum mit ihrer hohen Musikalität und ihrem wunderbaren Volumen. Chor und Orchester unterstrichen den feierlichen Charakter der Messe.

Die zahlreichen begeisterten Zuschauer dankten es mit lang anhaltendem Applaus, der wiederum mit einer Zugabe belohnt wurde. Mit der Aufführung der Vertonung des 42. Psalms von Felix Mendelssohn-Bartholdy endete dieser erstklassige Konzertabend.

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