Der aktuelle Planungsstand

„SuedLink“ durch Hoya? „Chance eher gering“

Hoya - Das Land Thüringen hat im Mai vorgeschlagen, die Stromtrasse „SuedLink“ doch in einem ursprünglich geplanten, später aber verworfenen Korridor zu verlegen, der auch durch die Samtgemeinde Hoya führen würde. Die Leitung würde unter anderem zwischen Hoya und Hassel verlaufen.

Thüringens Vorschlag wurde in der Bundesfachplanung diskutiert, und die Ergebnisse sollten ursprünglich in dieser Woche bekanntgegeben werden (wir berichteten). Nun teilt der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig mit, dass die Vorstellung der Ergebnisse auf Dezember verschoben wurde. Der Kirchdorfer ist Mitglied im Bundestagsausschuss für Energie.

„Der [von Thüringen vorgeschlagene] Verlauf ist identisch mit einer [„SuedLink“-]Freileitungstrasse durch Hoya, die die Firma Tennet bereits 2016 in der Planung aufgegeben hat“, erklärt Knoerig. „Allerdings schlägt Thüringen hier nun eine Erdverkabelung vor. Dennoch sind die Chancen auf eine Freigabe durch die Bundesnetzagentur eher gering, denn die Planungskriterien für Erdkabel sind ganz anders als für Freileitungen und passen damit kaum zum selben Trassenverlauf“, sagt er.

Tennet musste für „SuedLink“ nach dem Erdkabelgesetz von 2016 zwischenzeitlich eine völlig neue Raumordnungsplanung vornehmen. Knoerig erläutert: „Erforderlich ist nun eine komplette Erdverkabelung, die zu einer Verlegung der Haupttrasse nach Osten geführt hat. Damit berühren alle übrigen der Bundesfachplanung vorliegenden ,SuedLink‘-Trassenpläne den Landkreis Nienburg gar nicht mehr.“ Um Verwechslungen auszuschließen, betont Axel Knoerig: Die „SuedLink“-Trasse hat nichts mit der Ertüchtigung der 380-kV-Leitung von Stade nach Landesbergen zu tun, die durch die Samtgemeinde verläuft. Beide Bauprojekte werden von der Firma Tennet durchgeführt.

mwe

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