Bürgerversammlung im ehemaligen Gasthaus / Gründung eines Fördervereins

Dörphus soll Mehringer Gemeinschaft fördern

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Knapp 80 Mehringer informierten sich über das geplante Dorfgemeinschaftshaus.

Mehringen - Von Philipp Schockenhoff. Was wird aus dem Mehringer Wirtshaus? Um diese Frage ging es bei einer Bürgerversammlung am Dienstagabend in der ehemaligen Gastwirtschaft. Wie viele andere Dörfer steht auch Mehringen vor dem Problem, keinen Treffpunkt mehr zu haben. Da kein neuer Wirt für das alte Gasthaus gefunden wurde, gibt es nun die Idee, in dem Gebäude ein Dorfgemeinschaftshaus einzurichten.

Das Wirtshaus, das jahrelang von Luise und Günter Bösche geführt und jetzt an ihren Sohn Axel abgegeben wurde, war stets ein Treffpunkt für die Einwohner. In den vergangenen zehn Jahren hat es dort rund ein halbes Dutzend Wirte gegeben. Nun steht das Haus seit dem Sommer leer.

Um es als Treffpunkt zu erhalten, schloss sich im Oktober ein zehnköpfiges Organisationsteam zusammen. Nach zahlreichen Gesprächen und Planungen lud das Team jetzt zu einer Bürgerversammlung ein, um über die Einrichtung eines möglichen Dorfgemeinschaftshauses zu diskutieren. Knapp 80 Mehringer folgten der Einladung.

Jürgen Stegemann vom Orga-Team fand klare Worte: „Dies hier ist die letzte Chance. Wenn das Wirtshaus erst mal weg ist, passiert in Mehringen nichts mehr.“ Die Idee: Im vorderen Teil des Hauses entstehen Wohnräume, die vermietet werden. Der hintere Teil soll den Dorfbewohnern mit Schießstand, Biergarten und Freigelände erhalten bleiben.

Heiß diskutiert wurde unter anderem die Finanzierung. Für Versicherungsbeiträge, Heizkosten und ähnliches müsse Geld eingenommen werden. Wie hoch die Kosten sein könnten und womit Geld verdient werden könnte, präsentierte Klaus Weber aus dem Orga-Team. Eine gute Starthilfe will Hausbesitzer Axel Bösche geben, der die Räume für einen Mietpreis von einem Euro pro Jahr zur Verfügung stellt.

Hartmut Westermann und Wilhelm Meier – die den Schritt, ein Dorfgemeinschaftshaus zu gründen, mit der Alten Schule in Magelsen bereits gegangen sind – gaben Tipps und teilten ihre Erfahrungen.

Doch es war am Dienstagabend kein reiner Vortrag. Jürgen Stegemann fragte das Publikum immer wieder nach seinen Vorstellungen und Ideen – etwa, was in dem Dorfgemeinschaftshaus stattfinden solle. Die Vorschläge reichten von Flohmärkten und Sitzungen der Vereine bis hin zu einem Pfingstfest und Filmvorführungen.

Als letzter Punkt ging es um die Gründung eines Fördervereins. Die Mehrheit der Anwesenden stimmte dafür, einige enthielten sich. Dagegen votierte niemand. Somit soll sich nun der Verein „Dörphus Mehringen“ formieren, der sich um das Dorfgemeinschaftshaus kümmert. Stegemann und Weber nutzten die Chance und verteilten schon mal Beitrittserklärungen an die Mehringer.

Schwierig werde es laut Stegemann nun nur, den Verein und das Dorfgemeinschaftshaus ins Rollen zu bringen. Auch wenn es für die Mitglieder – abgesehen von einem Vereinsbeitrag – keine Verpflichtungen gibt, hofft Stegemann darauf, dass viele mit anpacken. „Wir haben hier einen lebenswerten Ort“, sagte er, „wir sollten ihn erhalten.“

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