DRK-Ortsverein Hoya glücklich über große Spendenbereitschaft trotz Corona-Krise

„Blut wird immer dringend benötigt“

Auf Abstand und mit Diskretionstrennern ausgestattet waren die Anmeldetische beim Blutspendetermin des DRK in der Hoyaer Guttempler-Bildungsstätte.

Hoya - Von Horst Friedrichs. Der Andrang war so groß wie immer. Doch ein Gedränge gab es nicht. Beim Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Mittwoch in Hoya stellten sich Organisatoren und Teilnehmer auf die Maßgaben der Corona-Krisenbewältigung ein. Erstes sichtbares Zeichen dafür war die Warteschlange der Blutspender, die vom Eingang der Guttempler-Bildungsstätte an der Kiebitzstraße bis zum Bürgersteig reichte. Die Schlangenlänge nämlich war dem Abstand geschuldet, den die Wartenden diszipliniert und rücksichtsvoll, wie „automatisch“, einhielten.

Im Eingang der Bildungsstätte empfingen DRK-Mitglieder die Spendewilligen – einzeln und auf Abstand – mit Fieberthermometer und Fragen zum Gesundheitszustand. Im großen Aufnahmeraum ging es weiter mit den Regularien der Anmeldung. Erst einmal gab es Kaffee, Tee oder kalte Getränke nach Wahl. „Das ist wichtig“, erklärte Hoyas DRK-Ortsvereins-Vorsitzende Brigitte Lehmkuhl im Gespräch mit der Kreiszeitung. „Die Teilnehmer sollten vor der Blutentnahme ausreichend trinken.“

Insgesamt rund 80 Menschen aus Hoya und Umgebung waren es, die zum Blutspendetermin kamen – trotz Corona-Krise. Allerdings: „Einige, die sonst regelmäßig dabei sind, kamen diesmal nicht, weil sie zur Risikogruppe gehören“, sagte Brigitte Lehmkuhl. Vor allem seien das die älteren Stammgäste gewesen. Ausgeglichen wurde dieser Verlust aber durch Teilnehmer aus Hoyerhagen, die nach Hoya auswichen. Denn im Nachbarort reichten die Räumlichkeiten für eine an die Corona-Pandemie angepasste Blutspende nicht aus (wir berichteten). Deshalb war der Termin dort abgesagt worden.

„Angst hat hier niemand“, stellte Brigitte Lehmkuhl fest. „Denn wir halten uns an die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende. Ein hoher Schutz für Blutspender und -empfänger ist gewährleistet.“

Grundsätzlich, so Lehmkuhl weiter, könne jeder Blut spenden, der gesund und fit ist. Ausgenommen seien Personen mit Vorerkrankungen und Risikopatienten. Abgesehen von einigen Corona-bedingten Änderungen lief beim Hoyaer Blutspendetermin alles unaufgeregt und mit der gewohnten Verlässlichkeit.

Mehr Helfer von der DRK-Bereitschaft als sonst unterstützten die Mitglieder des DRK-Ortsvereins diesmal. Neben dem Aufnahmeraum gab es einen Arztraum und einen Spendenraum. In allen Räumlichkeiten wurde peinlich genau auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände geachtet. Eine reibungslose Abwicklung war während der gesamten Zeit von 15.30 bis 19.30 Uhr gewährleistet. „Über die hohe Spenderzahl sind wir sehr erfreut“, resümierte Brigitte Lehmkuhl. „Denn Blut wird immer dringend benötigt, nicht etwa wegen der Corona-Krise.“

Deutlichste Corona-bedingte Änderung war am Mittwoch fraglos das fehlende Büfett zum Abschluss. Stattdessen gab es für jeden Spender einen ordentlich und abwechslungsreich gefüllten Lunchbeutel.

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