Biete: Hilfe für Kinder / Samtgemeinde bittet Geschäftsleute um Teilnahme

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Eine große gelbe Hand am Eingang von Geschäften und Behörden soll Kindern signalisieren: Hier bekomme ich Hilfe, wenn ich mal welche brauche. Ursula Priggen-de Riese und Detlef Meyer stellten die Aktion gestern vor.

Von Michael Wendt. Gute Feen sucht die Samtgemeinde, und wer sich als Mann nun zurücklehnt und denkt „Das lass mal die Frauen machen!“, dem sei gesagt: Eine Fee, dieses zauberhafte Sagenwesen mit magischen Kräften, kann sowohl männlich als auch weiblich sein! In der Samtgemeinde sollen demnächst vor allem Geschäftsleute mit einem Gute-Fee-Aufkleber signalisieren: Liebe Kinder, wenn ihr mal Hilfe braucht, bekommt ihr sie hier.

Ursula Priggen-de Riese vom Familienservice-Büro der Samtgemeinde stellte die Aktion gestern bei einem Pressegespräch im Eystruper Rathaus vor. Dort klebt an der Eingangstür bereits der Gute-Fee-Aufkleber. Er zeigt eine markante gelbe Hand. „Kinder finden in so gekennzeichneten öffentlichen Einrichtungen und Geschäften Hilfe in den kleinen Notsituationen des Alltags“, erklärt Priggen-de Riese, „egal, ob sie zur Toilette müssen, ein Pflaster brauchen oder zu Hause anrufen wollen.“

Die Aktion wurde bereits 1999 in Stuttgart initiiert, mittlerweile haben sich viele Städte und Gemeinden angeschlossen. Auch der Landkreis Nienburg beteiligt sich; „seine“ Sparkassen sind kreisweit eingebunden.

Wer Gute Fee werden will, muss die sieben goldenen Regeln der Aktion befolgen:

1. Hilfesuchende Kinder haben Vorrang vor Kunden.

2. Alle Mitarbeiter sind mit diesen Regeln vertraut.

3. Es gibt eine Toilette, die Kinder benutzen dürfen.

4. Kinder dürfen das Telefon benutzen.

5. Die Gute-Fee-Notfall-Liste mit wichtigen Telefonnummern (Polizei, Arzt, Giftnotruf, Notruf für Mädchen etc.) hängt gut sichtbar aus.

6. Ein Erste-Hilfe-Pflasterset ist griffbereit.

7. Der Gute-Fee-Aufkleber ist gut sichtbar abgebracht.

„Für Kinder soll das Symbol der gelben Hand die Hemmschwelle senken, in einem Geschäft um Hilfe zu bitten. Und Eltern soll der Aufkleber Gewissheit geben, dass ihr Kind Hilfe bekommt“, sagt Ursula Priggen-de Riese.

Im Herbst will sie der Fördergemeinschaft Hoya und der Initiative Eystrup die Aktion detailliert vorstellen. Zu einzelnen Geschäften und Einrichtungen hatte sie schon Kontakt.

Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer sagte beim Pressegespräch: „Die Grundzentren Hoya und Eystrup sind unsere Schwerpunkte, aber auch die Dörfer sollen eingebunden werden.“

Ausnahmslos alle Geschäftsleute in der Samtgemeinde sind angesprochen, sich als Gute Fee zu betätigen. Ihnen entstehen dadurch keine Kosten. Wer sich beteiligen möchte, erreicht Ursula Priggen-de Riese unter Telefon 04254/931053 und per E-Mail: fsb@hoya-weser.de.

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