Treffen in der Mitte Niedersachsens

„Da beult nichts“: Volvo-Club mit Wertarbeit auf Tour

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Axel Eymess, Organisator des Volvo-Treffens, mit seinem 145er Volvo.

Bücken - Von Horst Friedrichs. Wo Schwedenstahl noch Schwedenstahl ist – prachtvolle Beispiele schwedischer Wertarbeit konnten Interessierte am langen Vater- und Muttertags-Wochenende in geballter Form besichtigen. Volvos über Volvos fuhren beim Gasthaus Thöle in Bücken vor, allesamt ausgewählte Modelle mit dem „H“ für „historisch“ im Kennzeichen. Vom Übernachtungsort und Sammelpunkt Bücken schwärmten die Schweden-Fahrzeug-Fans in die Umgebung aus, die ihnen ein informatives und abwechslungsreiches Programm bot.

In Reih und Glied präsentierten die Eigentümer ihre Volvos an den verschiedenen Stationen ihres Treffens, hier bei der Volvo-Restaurationswerkstatt Ruopp in Drakenburg.

Nicht von ungefähr war das Hoyaer Land – mit der Mitte Niedersachsens mittendrin – diesmal der Treffpunkt des überregionalen „Volvo 164/140 Clubs“. Der Organisator Axel Eymess ist gebürtiger Hoyaer und Eigentümer eines liebevoll restaurierten und in Schuss gehaltenen Volvos 145, wie er zwischen 1967 und 1974 gebaut wurde. In ähnlich chromblitzenden und lackglänzenden Prachtexemplaren aus Volvos „Würfelzeitalter“ reisten die Clubmitglieder aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands und des benachbarten Auslands an. „Schon als Kind war ich durch meinen Vater mit dem Volvo-Virus infiziert“, schildert Axel Eymess den Ursprung seiner Begeisterung für die Schweden-Autos. Sein Vater, Dr. med. Georg Eymess, war langjähriger leitender Chefarzt des damaligen Kreiskrankenhauses Hoya.

Der „Volvo 164/140 Club“ zählt heute rund 60 Mitglieder. „Zwei Mal im Jahr treffen wir uns“, erzählt Axel Eymess, der Hauptschullehrer in Wachendorf war und inzwischen pensioniert ist. Und lächelnd fügt er hinzu: „Die Veranstaltung im Raum Hoya zu organisieren, war für mich ein Heimspiel. Überhaupt waren wir mit unserem Treffen lange nicht in dieser Region.“ Die weiteste Reise zum Volvo-Club-Treffpunkt, dem Gasthaus Thöle, hatten zwei Ehepaare aus der Schweiz.

„Da beult nichts“, erklärt Axel Eymess schmunzelnd und demonstriert einen beliebten Test aus der Entstehungszeit seines Volvos, indem er sich mit ganzem Gewicht auf die Motorhaube lehnt. „Schwedenstahl eben“, sagt Jens-Peter Voß, Clubmitglied und Kfz-Meister aus Ostfriesland. „An bestimmten Stellen war das Blech der alten Volvos über einen Millimeter stark. Und sicherheitstechnisch war der schwedische Hersteller schon immer Vorreiter.“

Den „Volvo 164/140 Club“ gibt es seit 1988, und Gleichgesinnte sind als neue Mitglieder stets willkommen – einerlei, ob sie einen 164er oder 140er besitzen oder (noch) nicht.

Am Himmelfahrtstag begann das Programm für die Volvo-Enthusiasten nach dem Treffen bei Thöle mit einer Fahrt ins nahe Rethem zum elften internationalen Aller-Leine-Tal-Oldtimertreffen im dortigen Burghof.

Am zweiten Tag des Volvo-Treffens folgte für die Teilnehmer eine Stadtführung in Verden. Danach besichtigten sie die Bünkemühler Hofkäserei in Helzendorf und das Factory Outlet des Schuhherstellers Lloyd in Sulingen.

Am Sonnabend, dem dritten Veranstaltungstag, war eine kleine Rundfahrt angesagt. Deren erster Teil führte nach Drakenburg, wo die Volvo-Restaurationswerkstatt Ruopp besichtigt wurde – sie ist ein langjähriger Anziehungspunkt für die Clubmitglieder.

Den zweiten Teil der kleinen Rundfahrt bildete ein Besuch bei der Museumseisenbahn in Bruchhausen-Vilsen. Am Sonntag dann traten die Teilnehmer des Treffens nach einem gemeinsamen Frühstück die Heimreise an.

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