Zauberhafter Sommerabend in Heidhüsen

Begegnungsstätte Hof 21 soll eingetragener Verein werden / Folkkonzert der „Wildblumen“ mit Magie-Show

„Die Wildblumen“ live im Freien: (von links) Lutz Sauer, Hilmar Nörenberg, Rahel Katharina Bargholz und Kerstin Twardoch.
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„Die Wildblumen“ live im Freien: (von links) Lutz Sauer, Hilmar Nörenberg, Rahel Katharina Bargholz und Kerstin Twardoch.

Heidhüsen – „Es kribbelte uns einfach ungemein in den Fingern, endlich wieder einmal mit Livemusik vor Publikum auftreten zu können“, hat Rahel Katharina Bargholz in einer Pause des auf dem Innenhof der Begegnungsstätte Hof 21 in Heidhüsen veranstalteten Folk-Konzertes verraten. Damit setzte sie, „ausgehungert nach Kultur und schönen Erlebnissen“, eine schon seit längerer Zeit existierende Idee um, Musik und Zauberei miteinander zu verbinden.

Rahel Katharina Bargholz hat in den vergangenen Jahren schon wiederholt Kulturveranstaltungen auf ihrem Hof organisiert. Um sich noch solider aufzustellen und und auch leichter Fördergelder zu generieren, soll die Begegnungsstätte Hof 21 zukünftig als eingetragener Verein betrieben werden, für den noch Mitglieder und Unterstützer gesucht werden. In Corona-Zeiten machte Rahel Katharina Bargholz jetzt aus der Not eine Tugend: Die Veranstaltung verlegte sie unter Ausnutzung des schönen und ruhigen Sommerwetters erstmals ins Freie, was auch die Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregeln deutlich erleichterte.

Umrahmt von Scheunen und Ställen mit blühenden Kletterrosen an den Wänden und umschwirrt von Schwalben, hatten um die 25 Gäste die Gelegenheit, nicht nur das ländliche Ambiente, sondern auch die Musik der auf einer eigens aufgebauten Bühne spielenden Folk-Gruppe „Die Wildblumen“ zu genießen. Die Formation setzt sich derzeit aus den schon seit Jahren gemeinsam auftretenden Rahel Katharina Bargholz (Gesang, Harfe, Geige, Gitarre) und Lutz Sauer (Gesang, Banjo) zusammen, die sich inzwischen mit Hilmer Nörenberg (Gesang) und Kerstin Twardoch (Gesang, Gitarre) verstärkt haben, die beide ihr Debüt gaben.

Das auf drei Sets verteilte Musikprogramm wurde im Quartett, im Duett und Solo präsentiert. Es umfasste ein gewohnt breites Spektrum keltischer Folkmusik, daneben aber auch mittelalterlicher Klänge. Die Gruppe trug typisch für sie zahlreiche Lieder auf ruhige und träumerische Weise vor. Vereinzelt spielten „Die Wildblumen“ aber auch mitreißende und zum Mitsingen auffordernde Songs. Besonders stimmungsvoll wurde es immer dann, wenn die in einen traditionellen schottischen Arisaid gekleidete Gastgeberin auf der Harfe keltische Instrumentalstücke vortrug, die durchweg geeignet waren, die Zuhörer in die Märchen- und Sagenwelt Irlands und Schottlands zu entführen.

Ganz real – nicht wie Merlin aus der Artus-Sage – war es „Sönke der Zauberer“, der die Besucher – Kinder wie Erwachsene – in den Pausen nicht nur mit überraschenden und geschickt vorgetragenen Zaubertricks, sondern auch mit wundervoll witzigen Bauchsprecheinlagen in seinen Bann zog. Hierfür gab es ebenso wie für die musikalischen Darbietungen vom Publikum nicht nur reichlich Beifall, sondern auch eine gut mit Spenden gefüllte Schatztruhe.

Wie es eine Besucherin passend auf den Punkt brachte, war es das harmonische Zusammenspiel von Umgebung in Heidhüsen, lange vermisster Livemusik und ansprechendem Beiprogramm, das dieser gelungenen und durchaus nachahmenswerten Veranstaltung mehr als drei Stunden lang ihren ganz besonderen – oder besser gesagt zauberhaften – Flair verlieh.

Von Uwe Campe

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