So baut die Iuvare-Heimgesellschaft das Gebäude um / Senioren-WG geplant

Betreut wohnen in der alten Eystruper Sparkasse

+
Der Leiter des Eystruper Pflegeheims „Landsitz Hohenholz“, Olaf Balkau, und die dortige Pflegedienstleiterin Petra Schröder präsentierten die Pläne, die ihr Arbeitgeber auf dem ehemaligen Sparkassen-Grundstück an der Bahnhofstraße hat.

Von Michael Wendt. Betreutes Wohnen ist eine bekannte Wohnform – die es bei uns auf dem Land so gut wie gar nicht gibt. „Aber es gibt gerade einen Bewusstseinswandel“, sagt Olaf Balkau, Leiter des Eystruper Pflegeheims „Landsitz Hohenholz“. Dessen Betreiberin, die Iuvare-Heimbetriebsgesellschaft, verzeichnet ein großes Interesse an betreutem Wohnen und möchte es in der ehemaligen Sparkasse anbieten. Außerdem in Planung: eine Senioren-WG.

Das Familienunternehmen aus Petershagen hat das alte Sparkassen-Gebäude an der Bahnhofstraße gekauft. Es liegt neben dem „Landsitz Hohenholz“. Wo bis vor Kurzem Schalterhalle und Büros waren, sollen acht Wohnungen entstehen sowie Räume für eine Tagespflege.

„Fünf Wohnungen sind bereits reserviert“, sagt Olaf Balkau – ohne dass die Iuvare dafür geworben hätte. „Ich hatte gerade die ersten Zeichnungen des Architekten erhalten, da haben Leute aus dem Ort bereits nachgefragt“, erzählt er. Anders als vor 10, 15 Jahren sei es heute vielen nicht mehr peinlich, ein solches Angebot wahrzunehmen. Die bisherigen Interessenten sind zwischen 75 und 85 Jahren alt und stehen laut Balkau voll im Leben. Dementsprechend sollen auch Garagen gebaut und an die Bewohner vermietet werden.

Dass es im Bereich betreutes Wohnen derzeit außer zwei Wohnungen im „Landsitz Hohenholz“ in der gesamten Grafschaft Hoya keine Angebote gibt, hatte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer im Dezember bei der Vorstellung des Ratgebers „Älter werden in der Samtgemeinde“ bedauert – während die Versorgung mit Pflegediensten sehr gut sei.

Die acht neuen Wohnungen in Eystrup sollen bis Sommer 2017 bezugsfertig sein. Der Umbau von Souterrain, Erdgeschoss und Obergeschoss der alten Sparkasse kostet 800000 bis 900000 Euro, schätzt Olaf Balkau. Bislang strahlt der Flachdachbau den Charme der 70er-Jahre aus. Nach dem Umbau soll er sich eher am Nachbargebäude orientieren, das einer herrschaftlichen Villa ähnelt.

Insgesamt will die Iuvare-Heimbetriebsgesellschaft laut Balkau rund drei Millionen Euro in Um- und Neubauten investieren. Denn hinter der alten Sparkasse soll ein Gebäude für eine Senioren-WG entstehen sowie ein zweites, das zehn Plätze für Demenzkranke bietet. Der Bau erfolgt entweder schon während des Umbaus der alten Sparkasse oder kurz danach.

Die dann insgesamt vier Häuser sind so zueinander ausgerichtet, dass dazwischen eine Art Marktplatz entsteht.

„Die Senioren-WG ist für uns neu“, sagt Olaf Balkau. Die Bewohner können alle Angebote des Pflegeheims nutzen. Anders als in klassischen Wohngemeinschaften gibt es für jeden zwei Zimmer: einen Schlafraum und ein Wohnzimmer mit Küche. Jeder hat sein eigenes Bad, und zusätzlich gibt es einen Aufenthaltsraum mit Küche für alle.

Olaf Balkau glaubt an den Erfolg des Konzepts. Er weiß: „Viele wollen die Leistungen eines Pflegeheims, nur sie wollen nichts ins Altenheim.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Chris Froome gewinnt zum vierten Mal die Tour de France

Chris Froome gewinnt zum vierten Mal die Tour de France

US-Golfstar Jordan Spieth gewinnt 146. British Open

US-Golfstar Jordan Spieth gewinnt 146. British Open

Green Circus auf dem Deichbrand Festival 2017

Green Circus auf dem Deichbrand Festival 2017

Holtebütteler Plattsnackers spielen „Chaos in’t Bestattungshuus“ 

Holtebütteler Plattsnackers spielen „Chaos in’t Bestattungshuus“ 

Meistgelesene Artikel

Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr

Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr

Pkw ohne Versicherungsschutz gefahren

Pkw ohne Versicherungsschutz gefahren

Arbeitskreis „Bürger gestalten Hoya“ strotzt vor Ideen

Arbeitskreis „Bürger gestalten Hoya“ strotzt vor Ideen

Nur fünf Wochen nach Knie-Operation leitet Herbert Nordbrock wieder seine Übungsgruppe

Nur fünf Wochen nach Knie-Operation leitet Herbert Nordbrock wieder seine Übungsgruppe

Kommentare