Bands begeistert: „We love Hoya!“ / Organisatoren ziehen positive Bilanz

Open Air ein Erfolg: Rollstuhlschaukel finanziert

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„Orange Grove“ überraschte die Zuhörer mit einem Auftritt von Glennis Grace. Die 37-Jährige ist die Freundin des Drummers und in Holland ein Star.

Von Michael Wendt. Die Weserschule in Hoya bekommt ihre Rollstuhlschaukel. „Die Finanzierung durch die ,Hafensänger & Puffmusiker‘ ist aus den Einnahmen unseres Fußball-Turniers in Hülsen und des Open Airs im Hoyaer Bürgerpark komplett gesichert“, teilt Marco Bröckel vom Eystruper Verein mit. Er zieht eine äußerst positive Bilanz des „H&P Open Airs“ (wir berichteten Montag).

„Wir hatten rund 500 zahlende Gäste“, sagt Bröckel. „Die Stimmung war super und das Bier bei Konzert-Ende ausverkauft.“ Und nicht nur die Zuschauer waren begeistert – die drei Bands waren es auch.

Für „JUST“ ist es immer etwas Besonderes, in Hoya zu spielen. Das hatten die vier jungen Musiker aus Eystrup und Hoya schon vor dem Open Air gesagt.

„Orange Grove“ aus Den Haag, vom Publikum im Park besonders gefeiert, schrieb auf seiner Facebook-Seite: „We truly love Hoya! What a great night it was once again. Thank you Hoya for bringing us back! We can‘t wait til the next one.“ („Wir lieben Hoya echt! Was für ein großartiger Abend, wieder einmal. Danke, Hoya, dass wir erneut kommen durften! Wir können den nächsten Auftritt kaum erwarten.“)

Überraschend hatte „Orange Grove“ die Sängerin Glennis Grace mitgebracht. Sie ist die Freundin des Schlagzeugers und in Holland ein Star: 2005 vertrat sie die Niederlande beim „Eurovision Song Contest“ in Kiew, und 2011 hatte sie einen Nummer-1-Hit.

Dan Kavanagh, der Schlagzeuger von „Godsized“, fand in einer Mail an die Veranstalter nur Superlative: „Thanks so much, you guys looked after us brilliantly (…). I can’t tell you how proud I am to be a part of helping the kids get a wheelchair swing. (…) There’s a lot of bs [bullshit] in the music business as you know, so it’s lovely to be part of something that has some real meaning and has a positive effect on some people who deserve it.“ („Großer Dank, ihr habt uns toll betreut (…). Ich kann gar nicht sagen, wie stolz ich bin, daran beteiligt zu sein, dass die Kinder ihre Rollstuhlschaukel bekommen. Im Musikgeschäft gibt es viel Scheiße, deshalb ist es herrlich, Teil von etwas zu sein, das wirklich etwas bedeutet und eine positive Auswirkung auf Menschen hat, die es wirklich verdienen.“)

Die Londoner Band hatte eine 15-stündige Anreise auf sich genommen, um Teil des Benefizkonzerts zu sein. Trotz dieser Anstrengung war ihre Live-Show top, sagt Marco Bröckel. Allerdings hat die Band mit der hohen Lautstärke ihre Fans etwas vertrieben: Nicht aus dem Park, aber ganz nah an die Bühne traute sich kaum jemand.

Beim kommenden Konzert mit „Godsized“ am Sonnabend, 12. Dezember, im Kulturzentrum Martinskirche wird die Lautstärke etwas heruntergefahren, verspricht Marco Bröckel. „Das wurde der Band bereits nahegelegt und gut von den Musikern aufgenommen. Die sind ansonsten Lautstärke-Pegel wie auf Wacken gewohnt“, erklärt er.

Besonders bemerkenswert findet Marco Bröckel den Umgang mit „JUST“. „Die Profimusiker aus England und Holland haben die Jungs als echte Kollegen aufgenommen und versucht, ihnen Tipps für die weitere Band-Entwicklung mitzugeben. Sie halten ,JUST‘ für sehr talentiert und sind sich sicher, dass mehr aus dieser jungen Band entstehen kann.“

Dass sich alle Bands sehr gut verstanden, zeigte sich auch bei der Aftershow-Party im „Break Out“ in Asendorf. Bis 5.30 Uhr philosophierten die Beteiligten dort weiter über Musik.

Fotos vom Open Air auf www. kreiszeitung.de/foto sowie auf der Facebook-Seite der „Hafensänger & Puffmusiker“: www.facebook.com/Hafensaenger.und.Puffmusiker

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