Axel Knoerig besucht Samtgemeinde

Sommerreise auf die Schulbank

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„Zum Bestrafen wurde früher ein Haselnuss-Stock genommen, der brach nicht so schnell“, erklärte Schulleiterin Anne Wasner (vorne) im Schulmuseum. Ihre Gäste: (von links) Marc-André Heidelmann (Junge Union, JU), Petra Pickert (CDU-Ortsverband), der Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig (CDU), Andreas Wohltmann, Finn Kortkamp und Ingo Ricklefs (alle JU).

Hoya - Von Michael Wendt. Eine Grundschule mitten in der Stadt, und noch dazu eine so schöne, „das ist genau richtig“, sagte Axel Knoerig. Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Kirchdorf besichtigte gestern im Rahmen seiner Sommertour die Grundschule in Hoya, gemeinsam mit der Ortsvereinsvorsitzenden Petra Pickert und drei Mitgliedern der Jungen Union.

Über die Parteigrenzen hinaus stimmte ihm Schulleiterin Anne Wasner (SPD) voll und ganz zu. Zudem sichere der 2013 vollendete Neubau auch den Bestand des benachbarten Altbaus, dessen 150-jährigen Geburtstag die Schule in diesem Jahr feiert.

Anne Wasner erinnerte beim Rundgang an den Unterricht in Containern während der Bauphase. Derzeit wird wieder an der Schule gewerkelt. Die Glasfronten werden erneuert, weil sie nicht ordnungsgemäß eingebaut sind.

Einig waren sich Knoerig und Wasner auch in einem anderen Punkt: Die Inklusion, also der gemeinsame Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung, kann nicht optimal gestaltet werden. „Wir haben rund 20 Schüler pro Klasse, aber das ist im Rahmen der Inklusion immer noch zu viel“, sagte Anne Wasner. Eigentlich sollen die Förderschulen das Projekt durch die Abordnung von Lehrern unterstützen. Das gelinge aber nicht immer, weil schlicht Lehrkräfte fehlen.

„Ich bin ein großer Fan der Förderschulen gewesen“, sagte Knoerig, und wenn die Inklusion so weiterläuft wie bislang, müsse man einfach mal „Halt!“ sagen.

Anne Wasner bemängelte auch die finanzielle Ausstattung für den Ganztagsbetrieb. Weil das Geld fehle, arbeiten auch Ehrenamtliche und Eltern mit. Axel Knoerig, der im Vorstand des Kreissportbunds Diepholz sitzt, sagte: „Ich bin für die Anbindung der Sportvereine.“ Er musste aber passen, als Anne Wasner fragte: „Wovon sollen wir die bezahlen, wenn wir finanziell am Limit sind?“

Am Nachmittag besuchten die CDUler auf ihrer Sommerreise dann den Hof der Familie Derboven in Helzendorf, abends grillten sie gemeinsam mit den Mitgliedern des CDU-Ortsverbands Bruchhausen-Vilsen beim Gasthaus Hünecke in Nordholz (Bericht folgt).

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