Ausstellung belebt das Hoyaer Schloss / Reges Interesse / Zimmer duften

Mief raus, Kunst rein

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Die (Mit-)Organisatorinnen der Ausstellung, Anne Wasner (Bürgermeisterin, rechts) und Manuela Thamm mit den Künstlern Ralph-J. Petschat (links) und Ingo Moser in einem als Wohnzimmer gestalteten Raum der Ausstellung.

Von Michael Wendt. Anderthalb Jahre nach dem Kauf des alten Grafenschlosses geht die Stadt Hoya neue Wege, es zu vermarkten und einen neuen Nutzer zu finden. Gestern startete dort die Kunstausstellung „Spiegelungen am Schloss Hoya“. Die Stadt freute sich als Mitorganisatorin über den regen Besucherstrom und brachte geladene Gäste aus Politik, Unternehmen und Verbänden zusammen, um ihnen das Gebäude vorzustellen.

Die Gäste verfügen möglicherweise über Netzwerke, um das Schloss bekannter zu machen, erklärte Bürgermeisterin Anne Wasner das Kalkül. Jeden Ausstellungssonntag besuchen deshalb weitere geladene Gäste das Gebäude. „Heute gab es einen regen Austausch“, freute sich Anne Wasner. Eingeladen waren unter anderem Landrat Detlev Kohlmeier, Landkreis-Wirtschaftsförderin Uta Kupsch und Werner von Behr, Präsident der Hoya-Diepholz‘schen Landschaft.

Im Mittelpunkt standen aber die Werke von insgesamt sieben professionellen Künstlern aus ganz Deutschland. Sie alle werden vertreten von Manuela Thamm aus Marklohe, die die Schau initiiert hat. Sie hat auch die ausgestellten Werke mit ausgewählt. „Wir haben viel Wasser hier am Schloss und in der Region“, sagte sie. Entsprechend viele Bilder greifen das Ausstellungsthema „Spiegelungen“ in Form von Spiegelungen im Wasser auf. Allerdings längst nicht alle. Viele interpretieren das Thema auch sehr frei. Sie alle aber bringen Leben ins Schloss, und die allermeisten Werke haben eine sehr positive Ausstrahlung.

Ausstellung im Schloss in Hoya

Neben den eigentlichen Ausstellungsräumen sind zwei Zimmer möbliert worden: eins als Arbeits-, eins als Wohnraum. Dort finden sich die Werke jeweils mehrerer Künstler.

Und: Für jeden Künstler hat die Duftexpertin Dorothea zum Eschenhoff aus Hemmingen bei Hannover einen Duft entwickelt. „Das ist ihr sehr gut gelungen“, lobte Manuela Thamm. Die Düfte sind dezent, aber jeder Raum riecht wahrnehmbar anders.

„Es ging auch darum, den muffigen Geruch rauszukriegen. Wir wollen das Schloss ja präsentieren“, sagte Manuela Thamm. Das ist gelungen, wie der Ausstellungsbesucher Georg Sättler bestätigte. Der Hoyaer Rechtsanwalt erinnerte sich noch an den Geruch im Amtsgericht, das zuletzt im Schloss untergebracht war: „Da roch es hier anders!“

An jedem Ausstellungssonntag ist mindestens einer der Künstler vor Ort, gestern waren es Ingo Moser aus Köln und Ralph-J. Petschat aus Oyten. Auch sie freuen sich über den regen Zustrom. Dutzende interessierte Besucher belebten den ganzen Nachmittag über den Westflügel des alten Schlosses.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Juni jeden Sonnabend und Sonntag von 14 bis 16 Uhr zu sehen. Jeweils um 15 Uhr bietet Manuela Thamm eine Führung an.

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