Tierschutz steht im Mittelpunkt

Warper Geißblatthof präsentiert sich der Öffentlichkeit

Der neunjährige Wallach Shareek zeigt bei Vorführungen mit Lucie Dreithaler, dass er dank viel sensibler Arbeit nicht mehr ängstlich ist. Fotos: Christel Niemann

Warpe - Von Christel Niemann. Ein ständiges Kommen und Gehen herrschte am Sonntag auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe. Beim jährlichen Hoffest wurde gefeiert: Mit großen und kleinen Gästen, mit neugierigen und ängstlichen Besuchern, mit allen, die schon immer mal vorbeigucken wollten, mit allen, die sich einen tierischen Freund wünschen und mit den vielen Vierbeinern, die bereits ein Zuhause gefunden haben und mit ihren neuen Besitzern zum Hoffest gekommen waren, um zu zeigen, wie gut es ihnen jetzt geht.

Wie schneidet man Pferden die „Fußnägel“? Welche Futtermittel bekommen Hunde, Katzen, Pferde, Ziegen oder Nager zu fressen? Wie pflegt man ein Hängebauchschwein? Der Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt gab den vielen interessierten Kindern und Erwachsenen beim Hoftag reichlich Gelegenheit, Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu finden. Außerdem durften die Besucher nahezu jeden Winkel des Geländes inspizieren, konnten in die Ställe schauen, sich an diversen Verkaufsständen informieren und tierische Bedarfsartikel kaufen – oder beim Rahmenprogramm mit Vorführungen von Hunden und Pferden, Filzen und Stockbrotbacken teils sogar selbst aktiv werden. Für eine Stärkung zwischendurch war mit Grillspezialitäten aus artgerechter Tierhaltung gesorgt und Vegetariern ließen sich die Kürbissuppe schmecken. Auch Kaffee und Kuchen durften natürlich nicht fehlen.

Geißblatthof in Warpe: Tierschutz steht im Mittelpunkt

Mit dem traditionellen Hoffest hat der gemeinnützige Verein „Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt“ um die Betreiber Linda und Bernd Christof beste Werbung für seine Anliegen rund um den Tierschutz gemacht. Schon viele tierische Schicksale haben die haupt- und ehrenamtlichen Helfer vom Geißblatt erfahren müssen und neu bestimmt. Wie etwa das Leben von Benji, einem mittelgroßen Mischlingshund, der, nachdem er jahrelang fast nur auf dem Balkon gehalten wurde, beim Auszug der Familie ohne Wasser und Futter in der Wohnung zurückgelassen wurde, wo ihn aufmerksame Nachbarn nach mehreren Tagen befreiten.

Oder das Schicksal von Wallach Shareek, eines von insgesamt 20 durch das Veterinäramt in Süstedt sichergestellten Pferden, der die ersten zwei Jahre seines Lebens an der Seite seiner Mutter ausschließlich auf engstem Raum verbringen musste und dadurch schwer an den Hufen erkrankte. „Er war total ängstlich, hatte sogar vor weitaus kleineren Ponys Angst“, erinnert sich seine Besitzerin Heike Gorzolla, die den heute neunjährigen Wallach vor drei Jahren vom Geißblatthof übernommen hat. Aufgrund seiner Hufprobleme zunächst nur als Beistellpferd gedacht, machte der hübsche Bursche aber schnell durch andere Talente auf sich aufmerksam, die er bereitwillig auch den Besuchern beim „Tag der offenen Tür“ zeigte. „Shareek arbeitet sehr gerne. Lucie Dreithaler hat ihm auch schon einige kleine Kunststücke beigebracht“, erklärte Gorzalla.

Auch Hunde mögen Blaubeerkuchen, Rüde Jonny auf jeden Fall – aber natürlich gibt es für ihn nur Hundekekse.

Auf dem Schutzhof in Warpe haben aktuell rund 150 heimatlose Tiere – Katzen, Hunde, Schafe, Ziegen, Schweine und Einhufer ein vorübergehendes zu Hause gefunden. „Ohne die Unterstützung von Paten, Spendern und Sponsoren ließe sich diese Arbeit nicht finanzieren“, betonte Linda Christof, die die Einrichtung mit angeschlossener Tierpension im Windhorst 32 leitet. Über Arbeitsmangel könne das Team nicht klagen. „Wir sind zurzeit personell mit zwei gelernten Tierpfleger, drei Azubis und einem Jahrespraktikanten personell recht gut aufgestellt. Hinzu kommen noch ein paar ehrenamtliche Helfer; vornehmlich „Gassi-Geher“, berichtet Christof.

Dass Tierschutzarbeit nicht immer einfach und von vielen Unwägbarkeiten flankiert ist, verhehlt Linda Christof nicht und verdeutlichte dies am Beispiel der Hunde. „Wir vermitteln jährlich durchschnittlich 100 Hunde. Aber die Zahl derer, die schwer zu vermitteln sind, hat zugenommen. Der, ich nenne es einmal Bodensatz, wird zusehends schwieriger. Und wir haben schon einige Kandidaten, die hier zwischen ein und drei Jahren sitzen, bis ein zum Tier passender neuer Besitzer gefunden ist.“ Die Verantwortung bei der Vermittlung sei schließlich groß und im Zweifelsfall sei es zuweilen besser, einem Interessenten abzusagen, als das Tier zu übergeben.

Das Hoffest sieht die Tierschützerin als wichtiges Instrument an, um die Einrichtung in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. Auf diese Weise habe schon so manches Tier während des Hoffests einen neuen Besitzer gefunden. Selbst der ein oder andere Notfall sei im Nachgang vermittelt worden, berichtet Linda Christof.

Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe

Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
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Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
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Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christ el Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
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Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
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Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
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Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
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Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
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Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann
Hoffest auf dem Tier- und Umweltschutzhof Geißblatt in Warpe © Christel Niemann

Öffnungszeiten

Der Geißblatthof ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Lediglich am 24. und 31. Dezember schließt er bereits um 12 Uhr.

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