Allerley merkwürdig Volck trifft man auf dem 23. Katharinenmarkt im Bürgerpark.

Gräfliches Spectaculum

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Allerley merkwürdig Volck trifft man auf dem 23. Katharinenmarkt im Bürgerpark.

Kirchenglocken und Fanfaren künden auch in diesem Jahr wieder vom Beginn des „mittelalterlich‘ Spectaculum“ der Grafenstadt.

Am 19. und 20. September ist es wieder so weit – und am Samstag um die „erste Stund nach Mittag“ (13 Uhr) beginnt das historische Fest rund um die Grafen von Hoya.

Der Katharinenmarktverein hat die Innenstadt verlassen und schlägt zum zweiten Mal seine Zelte, Buden und Bühnen im historischen Quartier des Bürgerparks zu Hoya, an der Martinskirche und am Heimatmuseum auf. Dort präsentiert er ein mittelalterliches Markttreiben in wahrhaft passendem Ambiente.

Das Grafenlager an der Martinskirche, das Heerlager und der Dorfanger im Bürgerpark laden zum Verweilen und Staunen ein.

Die Historie der Grafen von Hoya kündet uns: Im Jahr 1428 wird Katharina, die Tochter des Grafen Otto III. im Kloster Wienhausen zur Äbtissin gewählt; im Monat Septembris stattet sie ihrer Heimatstadt einen Besuch ab. Wie es gute Sitt‘ und alter Brauch, führt ihr erster Weg zur Martinskirche, um dort Andacht und Einkehr nach langer Reise zu finden. Graf Otto III. und Gräfin Mechtild verlassen das gräfliche Schloss, um zum Empfang beim Staffhorstschen Gut alles auf‘s Beste zu richten. Das gräfliche Prunkzelt, Speiß und Trank sowie ein buntes Markttreiben – so etwa ist sonst nur in den großen Städten der Hanse zu begaffen.

Die Bürger zu Hoya und Weitgereiste sind eingeladen, mit der gräflichen Familie trefflich zu feiern und zwei Tage auf Zeitreise ins Mittelalter zu gehen.

„Der große Zuspruch im letzten Jahr zeigte, dass der Markt dort angekommen ist, wo er hingehört – nämlich im historischen Ambiente rund um die Martinskirche“, zeigen sich die Veranstalter zufrieden. „Das Konzept hat auch die Kritiker überzeugt. Der Markt hatte in den Besucherzahlen stark zulegen können, und der Schulterschluss mit der Fördergemeinschaft ist absolut gelungen, denn auch der Herbstmarkt in der Innenstadt war rege frequentiert“, lässt der Herold des Grafen der Presse gegenüber verkünden.

Noch mehr Heerlager als vergangenes Jahr

Neben bekannten und bewährten mittelalterlichen Ausstellern des Katharinenmarktvereins ist es in diesem Jahr gelungen, für die Grünanlagen im Bürgerpark noch mehr „Heerlager“ zu gewinnen – Ritter und Edeldamen auf der Reise aus allen Teilen des Reichs schlagen im Bürgerpark Zelte auf und präsentieren im Sinne eines lebendigen Museums das Alltagsleben im Mittelalter. Koch- und Wohnzelte, Waffenschau und Waffengänge, höfisches Treiben und Harfenspiel zeigt einen besonderen Aspekt der mittelalterlichen Darstellung.

Durch das „Mehr“ an verfügbaren Grünflächen wird wiederum ein großer Kinderaktionsbereich mit Streichelzoo und Mitmachaktionen eingerichtet. In der Martinskirche finden Konzerte und der Gottesdienst statt, und der Marktbereich mit Bühnenprogramm zeigt sich im historischen Gewand. Die umfassende Einbindung des Heimatmuseums ist ebenso selbstverständlich wie die Anbindung der historischen Druckerei.

„So sey das Volck nun eingeladen, sich zu begeben in die Grafenstadt, um reichlich selbst zu erleben – Mittelalter satt“, könnte man dichten, wenn der Markt die Tore öffnet. Am Samstag lädt das „mittelalterlich‘ Spectaculum“ von 13 bis 23 Uhr ein, und am Sonntag geht es von 11 bis 19 Uhr zurück in die Zeit des Grafen Otto III.

Der Eintritt oder besser Wegezoll, der zu berappen sey, beträgt für den einzelnen 4 Taler. Darüber hinaus wird es auch zum diesjährigen 23. Katharinenmarkt zu Hoya wieder eine Tages-Familienkarte für 10 Taler geben – für Eltern (Begleitpersonen) und Kinder bis zum 16. Lebensjahr.

Nebenher hat das alt bekannte Schwertmaß weiterhin Bestand, welches Besuchern – Kindern wie Erwachsenen – unter 110 Zentimeter Körpergröße freien Einlass gewährt.

as

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