Alle Hasseler Bahnübergänge gesichert / Lokführer müssen nicht mehr warnen

Das Hupen hat ein Ende

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Eine sogenannte Umlaufsperre sichert den Übergang Am Flachslande, der jetzt nur noch für Fußgänger und Radfahrer passierbar ist. Sie werden beim Durchgang bewusst nach links und rechts geleitet, um in beide Richtungen schauen zu müssen. Natürlich ist ein Umgehen der Sperre problemlos möglich, wie das Bild zeigt. Ist sie dann nicht überflüssig? „So sind halt die Regeln, nur mit einer Sperre dürfen wir auf das Hupen verzichten“, sagt Christian Schröder von den VGH.

Von Michael Wendt. Die letzten beiden Bahnübergänge in Hassel sind vor wenigen Tagen technisch gesichert worden, sodass Züge künftig durch den Ort fahren können, ohne zu pfeifen. Am Jübberweg haben die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH) eine Ampel installiert und Am Flachslande eine sogenannte Umlaufsperre.

Rund 150000 Euro haben beide Maßnahmen zusammen gekostet. Die VGH, die Gemeinde Hassel und das Land übernehmen je ein Drittel der Kosten.

Alle anderen Bahnübergänge im Ort waren bereits 2012 mit Ampeln ausgerüstet worden. Die Anwohner im Bereich Jübberweg hatten vehement ebenfalls eine solche gefordert, weil die Lokführer andere Verkehrsteilnehmer bislang durch lautes Hupen auf das Nahen der Züge aufmerksam gemacht haben. Nun signalisiert eine Ampel: Halt, Zug kommt!

Diese Warnung wird durchaus nicht immer ernst genommen, weiß der örtliche Betriebsleiter der VGH, Christian Schröder. „Am Hasseler Steinweg in Hoya erleben wir es täglich, dass Autofahrer trotz blinkenden Rotlichts rüberfahren – oder zunächst anhalten und dann doch rüberfahren.“ Wer dabei erwischt wird, ist einen Monat seinen Führerschein los.

Im Schnitt verkehren täglich von 7 bis 21 Uhr zehn Güterzüge zwischen Hoya und Eystrup. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 40 km/h.

Abends bereiten die VGH die Züge für den nächsten Tag vor und rangieren deshalb im Bahnhof Hoya. Dort gibt es einen ungesicherten Bahnübergang, weshalb weiterhin gehupt wird.

„Die Übergänge über Bundes- und Landesstraßen sind mittlerweile alle gesichert“, sagt Christian Schröder. Jetzt seien die Kreisstraßen an der Reihe – zum Beispiel in Hoyerhagen. „Der Bahnübergang am Tivoli wird in den nächsten zwei Jahren technisch gesichert werden müssen“, sagt Schröder.

Um es finanziell stemmen zu können, planen die VGH, entlang ihrer Strecke von Eystrup nach Syke pro Jahr zwei weitere Übergänge durch Lichtzeichenanlagen zu sichern, 2016 die in Wachendorf sowie über die Von-dem-Bussche-Straße in Hoya. Dort hatte ein Treckerfahrer vor ein paar Jahren einen nahenden Zug übersehen. Der Zusammenstoß ging glimpflich aus, kostete den Verursacher aber seinen Anhänger.

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